Klage gegen FBI wegen geheimen Programm zur Gesichtserkennung

Die Electronic Frontier Foundation (EFF), eine Non-Profit-Orgnisation aus Kalifornien, verklagt das United States Department of Justice in dieser Woche wegen der Nichtbeantwortung mehrerer Anfragen.

Diese wurden im vergangenen Jahr eingereicht im Zuge des Freedom of Information Act (FOIA). Alleine das FBI erhielt drei Anfragen nach dem FOIA und ließ diese unbeantwortet. Eine davon dreht sich um das Next Generation Identification Programm (NGI).

Das Next Generation Identification Programm (NGI) speichert personenspezifische und biometrische Merkmale von Millionen Amerikanern in Datenbanken. Bereits seit Jahren werden Fingerabdrücke genutzt im Namen der Terrorabwehr, die Anfrage der EFF jedoch zielte auf etwas Anderes ab. Man wollte wissen in welchem Umfang das NGI Gesichtserkennung zur Identifikation verwendet. An dieser Stelle hüllte sich das FBI lieber in Schweigen.

Das FBI hatte zuvor eingeräumt, dass NGI irgendwann “Biometrie-Datensätze wie Handabdrücke und Iris-Scans sowie Gesichts-Erkennung und Erkenntnissen über Narben, spezielle Merkmale und Tattoos” in einem Master-System speichern will. Später wolle man Menschen nur anhand der Stimme aufspüren können, so die Aussage weiter.

Die EFF will nun wissen was die Gesichtserkennung bereits in der Lage ist zu tun und fordert das FBI auf die Karten auf den Tisch zu legen.

Man befürchtet dass das Next Generation Identification Programm (NGI) den Umgang mit Fotos und deren Verwendung komplett verändern wird. Mittels in der Datenbank gespeicherter Fotos wären automatische Abrufe möglich – aus Abermillionen von Datensätzen – um jedwede Person auf einem Foto zu identifizieren. Das ist ein sehr rutschiger Abhang…

http://www.iknews.de/2013/06/29/klage-gegen-fbi-wegen-geheimen-programm-zur-gesichtserkennung/

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