Rollende Zugwaggons als Stromspeicher

Advanced Rail Energie Storage (ARES) heißt das System, welches das gleichnamige Unternehmen aus Kalifornien entwickelt hat, und mit dem man Wind- und Solarenergie zwischenspeichern können soll.

Das Ganze funktioniert in etwa wie ein Pumpspeicherwerk, nur ohne Wasser: Mit überschüssigem Strom bewegt man eine Lokomotive einen Berg hinauf. Benötigt man Strom, rollt man die Lok den Berg wieder hinunter und über einen integrierten Generator wird beim Bremsen Energie erzeugt.

„Wir brauchen keinen wissenschaftlichen Durchbruch in der Chemie oder in der Physik. Wir nutzen ganz einfach die Schwerkraft, und zwar mit hundert Jahren alter Schienentechnik“, sagt Jim Kelly, der Gründer und Leiter des Startups aus Santa Barbara, Kalifornien.

Der Vorteil der Entwicklung: Es sind keine unnötigen Natureingriffe vonnöten. Man kann auf bestehende Schienenverbindungen zurückgreifen. Die Schienen-Speichertechnologie kann ohne große Probleme eingerichtet werden und vor allem in wasserarmen Regionen eine sinnvolle Alternative zu Pumpspeicherkraftwerken sein. Sie ist billiger, effizienter und weit ausbaufähiger als bisher gängige Speichersysteme. Mit der Anzahl der Loks kann die zu speichernde beziehungsweise rückzugewinnende Strommenge relativ flexibel gesteuert werden. Nach Angaben des Unternehmens soll ein Ein-Gigawatt-Modul bereits ausreichen, um eine Million Haushalte acht Stunden lang mit Strom zu versorgen…

http://www.cleanenergy-project.de/cleantech/item/5808-rollende-zugwaggons-als-stromspeicher

This entry was posted in Energie, Technik. Bookmark the permalink.

Leave a Reply