Tausende Mieter könnten bis 60% Mietnebenkosten sparen – Hamburger Senat bremst Pilotprojekt aus

In Hamburg bahnt sich ein Riesenstreit um ein Pilotprojekt zur Energieversorgung, bei dem die Mieter die Gewinner wären, an.

Die Hamburger Wohnungsbaugesellschaft Saga und das städtische Unternehmen Hamburg Energie wollen in dem Hamburger Stadtteil Hummelsbüttel ein Blockheizkraftwerk für 1000 Wohnungen bauen.

Nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung wird dann nicht nur Wärme erzeugt, sondern auch deutlich günstiger Strom. Da die Verteilung über eigenes Netz erfolgen soll, entfallen für die Mieter die Abgaben für Nutzungsentgelte und die EEG-Umlage. Die Hamburger Verbraucherzentrale hat errechnet, dass die Miete dann 50 – 60% Stromkosten einsparen würden. Das wären pro Haushalt mehrere Hundert Euro pro Jahr.

Offenbar will Senat das Projekt stoppen

Aus energiepolitischer Sicht scheint der Hamburger Senat dieses Projekt allerdings stoppen zu wollen. Es wäre kontraproduktiv wenn immer mehr Haushalte sich von der Mitfinanzierung verabschieden würden. „Günstigen umweltfreundlichen Vor-Ort-Strom verhindern, stattdessen die Marktmacht von Vattenfall zementieren. Sieht so die Energiewende à la Olaf Scholz aus?“ Konterten die Hamburger Grünen. Olaf Duge (Die Grünen) meinte weiter: „Saga-Mieter zahlen so weiter für teuren Strom und sinnvolle Investitionen werden verhindert.“ Auch die Verbraucherzentrale meint: „ Es gibt beim Strompreis ja bereits erhebliche Ausnahmen zugunsten von Großunternehmen und wenn hier in diesem sehr kleinen Maßstab keine Ausnahme gemacht werde, ist das sehr zu bedauern.“…

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