Ein Fenster zur Welt

Roland

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und so birgt dieses Ereignis, doch fast schon traditionell anmutend, einen Rückblick zu wagen auf das (fast) vergangene Jahr. Eines meiner – zumindest rückwirkend betrachteten – Ereignisse war, mich von dem Fernsehzwang zu befreien. Ich könnte es schon fast auf folgenden Kern reduzieren:

Fernsehen bildet,
solange man keinen Fernseher hat!

Warum ich erst Rückwirkend zu dieser Schlussfolgerung komme? Wie jedes (Rausch-)Mittel des täglichen Konsums, so wirkt auch das Fehlen von Fernsehen zuerst einmal wie Entzug. Noch in der ersten Woche nach dem Fehlen der Empfangsmöglichkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks war mein Blick gegen 19:45 Uhr bereits auf dem Chronometer, um nicht die Landesnachrichten zu verpassen und die anschließende Tagesschau. Der Impuls war fast immer der gleiche zu dieser Zeit – die für mich eine völlig unpassende war, da wir zu dieser Zeit oft noch zu Abend aßen. Also war der übliche Ablauf auf zu stehen, das Empfangsgerät für IP-TV zu aktivieren und dann nach der Senderwahl die Pausetaste zu drücken, um dann immerhin zeitversetzt dieses tägliche Fenster zur Welt zu sehen.

Ich habe auch die Aufzeichnungsmöglichkeit genutzt, was aber dem Problem keine Abhilfe brachte, da dann nur unzählige Aufzeichnungen auf der Festplatte verweilten. Da die Aufzeichnungen nach lösen des T-Vertrags gut verschlüsselt auf der Festplatte ruhen, bin ich auch um die “Sorge” befreit, die noch nicht gesehenen Filme anschauen zu müssen.

Mit dem Wegfall dieser 19:45 Uhr-Gewohnheit schwand dann auch ein Grund, das Programm nach den Nachrichten einfach weiter laufen zu lassen und ich musste mir eine andere Möglichkeit suchen, in meinen Schlaf zu finden. Hier wäre das Fernsehprogramm übrigens sehr effektiv, wenn Einschlafen mein Ziel gewesen wäre. Da dem leider nicht so war, war das anschließende Fernsehprogramm leider nur effizient…

http://www.schnappfischkapitalismus.de/2013/12/ein-fenster-zur-welt/

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