Ukraine-Krise: Kiew zieht schwere Kampftechnik vor Donezk und Lugansk zusammen

Im Vorfeld der für diesen Sonntag geplanten Präsidentenwahlen in der Ukraine zieht Kiew Truppen sowie schwere Kampftechnik vor Lugansk und Donezk zusammen, um Proteste in den abtrünnigen Regionen niederzuschlagen.

Das teilte der Befehlshaber der Volkswehr in der ostukrainischen Stadt Slawjansk, Igor Strelkow, am Donnerstag mit.

„Heute war es (in Slawjansk) ruhig, kein einziger Schuss fiel. Ich denke, dass sie (Machthaber) den gesamten Südosten mit einem Schlag ‚säubern‘ wollen… Morgen oder übermorgen geht’s los: in Slawjansk, Kramatorsk, Donezk und Lugansk“, sagte Strelkow. Örtliche Abgeordnete nahmen Verhandlungen mit den Militärs auf, um sie zu überreden, keine Waffen gegen die friedliche Bevölkerung einzusetzen.

Am 11. Mai hatte die Bevölkerung des Gebietes Lugansk und der benachbarten Kohlebergbauregion Donezk bei einem Referendum nach Angaben der regionalen Behörden mehrheitlich für eine Abspaltung von der Ukraine gestimmt. Am Tag darauf erklärten die beiden Regionen ihre Unabhängigkeit von Kiew. Der Anlass für das Unabhängigkeitsreferendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition den Staatschef Viktor Janukowitsch entmachtet hatte. Obwohl die von der Verfassung vorgeschriebene 75-Prozent-Mehrheit im Parlament nicht erreicht wurde, stellten Oppositionsparteien eine Übergangsregierung, die von den westlichen Staaten sofort anerkannt wurde.

Dagegen haben die von Russischsprachigen dominierten Gebiete im Osten und Süden der Ukraine die neue, nationalistisch geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt. Dort demonstrierten tausende Menschen für ein Referendum und eine Föderalisierung der Ukraine. Regimegegner besetzten Verwaltungsgebäude, bauten Barrikaden und riefen „Volksrepubliken“ aus. Daraufhin startete die Regierung in Kiew in den Protestregionen eine „Anti-Terror-Operation“ unter Einsatz von Panzern, Hubschraubern und Flugzeugen. Bei den noch immer andauernden Gefechten gibt es zahlreiche Tote und Verletzte.

http://de.ria.ru/security_and_military/20140522/268562299.html

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