Rock the ISIS, fliegender Wechsel beim Terror-Ringelpiez

Es war alles so schön geplant und durchdacht von den Pentagon-Strategen: Die sunnitischen Rebellen sollten die Assad-Regierung wegputzen, damit endlich der einzige russische Mittelmeerhafen an die NATO fiele.

– Wolfgang Blaschka

Dazu betrieb die CIA dasselbe Spiel wie vor Nine-Eleven in Afghanistan: Sie rüstete die Dschihadisten, wie damals dort die Taliban und Mudschahedin auf, um gegen die Sowjetunion zu kämpfen, und gestern noch die syrischen Gotteskrieger mit Unterstützung potenter Geldgeber aus Saudi-Arabien und Katar, damit sie Damaskus erobern sollten. Notfalls mit Al-Qaida-Kräften. Der türkische NATO-Partner Erdogan war behilflich, wo er nur konnte, hielt die Grenzen offen und gewährte Rückzugsraum und Rekrutierungsfeld für die sunnitischen Aufständischen, denn vielleicht fiele ein Stück von Syrien ab, das früher mal zum Osmanischen Reich gehört hatte. Das syrisch-kurdische Rojava war ihm ohnehin ein Dorn im Auge mit seiner Ausstrahlungskraft auf die Kurden in der Türkei. Und eine kleine Südost-Erweiterung des NATO-Territoriums? Warum nicht! So weit, so schlecht. NATO-Pläne sind niemals „gut”. Hätte Putin nicht das Chemiewaffen-Vernichtungsprogramm ins Spiel gebracht, hätten NATO-Staaten längst selbst interveniert und die Regierungstruppen samt Präsidentenpalast in Grund und Boden bombardiert, vielleicht auch die Giftgas-Depots, auch ohne irgendeine „Legitimation“ durch die UNO oder sonstwen. So frei ist der Westen unbenommen.

Dumm nur, dass Rebellen rebellisch sind und leicht aus dem Ruder laufen. Hatte man eben noch gedacht, Syrien wäre im Handumdrehen erledigt, und damit auch die autonome Kurdenregion, wurde man plötzlich gewahr, dass die Zerschlagung des Irak am Ende doch keine so gute Idee gewesen sein könnte wie von dem ausgetrockneten Alkoholiker George W. Bush missionarisch herbei diliriert. Nicht nur, dass dadurch der „Erzfeind“ Iran zur Regionalmacht aufstieg, auch im Irak war plötzlich eine schiitisch dominierte Regierung von US-Gnaden dabei, die ehemals Saddam-treuen, nun entmachteten, teils arbeitslosen Staatsbeamten und Offiziere gegen sich aufzubringen. Die früher säkular gesinnten Sunniten entdeckten den Moslem in sich und stellten sich der ISIS zur Verfügung, samt militärischen Kenntnissen und schwerem Gerät. Das brachte dem schnell wachsenden „Kalifat“ enorm leicht zu erzielende Geländegewinne bis kurz vor Bagdad, im Norden bis Mossul. …

http://qpress.de/2014/10/29/rock-the-isis-fliegender-wechsel-beim-terror-ringelpiez/

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