Wie der Weltkrieg der Nazis finanziert wurde

BIZ: Zentrum einer weltweiten Verschwörung des reaktionären Finanzkapitals

– Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Man stelle sich vor: es wütet ein Krieg, der so genannte Zweite Weltkrieg, der am Ende mehr als 50 Millionen Menschen das Leben kosten wird. Auf der einen Seite steht der Faschismus. Und auf der anderen Seite stehen die Länder, von denen wir heute zu wissen glauben, dass sie die Welt von Faschismus und Holocaust befreien wollten. In dieser Situation gibt es eine Bank, mit der die “Befreier” den Faschisten die Finanzierung ihres Krieges ermöglichen. Ist das denkbar? Nein! Das ist nicht nur denkbar. Das ist Realität. Die Bank gibt es tatsächlich, und sie trägt die Bezeichnung BIZ – Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Diese Bank hat ihren Sitz in Basel.

Oder etwas anders formuliert: „Während sich die Soldaten ihrer Länder gegenseitig abschlachteten, sassen Reichsbankpräsident Walther Funk, Gouverneur Vincenzo Azzolini von der Banca d’Italia und Gouverneur Montagu C. Norman von der Bank of England friedlich im Verwaltungsrat der BIZ… Vollamtlicher Bankpräsident vom Januar 1940 bis Juni 1946 und Bindeglied zur Federal Reserve Bank of New York war der US-amerikanische Bankier Thomas H. McKittrick.“ So steht es in der Einleitung des Buches “Bankgeschäfte mit dem Feind – Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich im Zweiten Weltkrieg – Von Hitlers Europabank zum Instrument des Marshallplans” – verfasst von Gian Trepp.

BIZ: Kanal der deutschen Kriegswirtschaft für den Zahlungsverkehr mit den USA

„Im Rahmen der auch Bank der Zentralbanken genannten Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel arbeiteten Deutsche und Italiener von Anfang bis Ende des Zweiten Weltkriegs mit Engländern und US-Amerikanern zusammen. Die BIZ war damals die offene Tür zwischen Reichsbank/Banca d’Italia einerseits und Bank of England/Federal Reserve Bank of New York andererseits.“ So steht auf dem Umschlag des 1993 erschienenen Buches – und an anderer Stelle: „Tatsächlich liegt die Bedeutung dieser [von der Reichsbank über ihren BIZ-Dollarschalter getätigten] Zahlungen… darin, dass die deutsche Kriegswirtschaft hier über einen raschen und sicheren Kanal für den Zahlungsverkehr mit den USA verfügte. Das breite Netz von BIZ-Korrespondenzbanken an der Wall Street und die Bereitschaft der BIZ-Bankabteilung zu ‘Zahlungen ohne Namensnennung’ im Auftrag der Reichsbank setzt dabei der Phantasie über mögliche Empfänger von Geldern aus Berlin in den USA keine Grenzen.“

Und auch unser alter Bekannter Kurt Freiherr von Schröder – wir erinnern uns: der unbedeutende Teilhaber einer unbedeutenden Provinzbank – ist bei diesen Geschäften – wie uns Gian Trepp vermittelt – nicht weit: „Am 4. Januar 1933 hatte Kurt von Schröder in seiner Villa [in Köln] das berühmt-berüchtigte Treffen zwischen Hitler und dem konservativen Ex-Kanzler und Vertrauten von Reichspräsident Hindenburg, Franz von Papen, arrangiert, das die politischen Voraussetzungen schuf für das aus Nationalsozialisten und Konservativen zusammengesetzte erste Kabinett Hitlers vom 30. Januar 1933. Am 1. Februar 1933 trat von Schröder in die NSDAP ein, und wenige Wochen später wurde der Privatbankier mit einem Sitz im Verwaltungsrat der BIZ belohnt.“ Ja, genau, es handelt sich um „SS-General Kurt von Schröder“, das Bindeglied zwischen Hitler-Deutschland und US-Kapital, „der 1943 für seine Verdienste als SS-Brigade- und Polizeiführer in Lettland mit Ehrendegen und Totenkopfring dekoriert worden war.“ Noch im Dezember 1944 saß Kurt Freiherr von Schröder zusammen mit Reichsbankpräsident Walther Funk, Reichsbankvize Emil Puhl und Hermann Schmitz von der I.G. Farben im Verwaltungsrat der BIZ. …

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21134

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