Ukraine-Krieg: Aufrüstung im Osten verheißt nichts Gutes

Trügerische Ruhe vorm Sturm?

– Lotar Martin Kamm

Ein Flugzeug zerschellt in den französischen Alpen, Fremdenhaß entlädt sich in der BRD, die Systemmedien erfreuen sich willkommener Ablenkung und Abwechslung im Informationsbusiness, der ahnungslose Konsument hin- und hergerissen zwischen Entrüstung und Beifall ob manch heroisch politischer Entscheidung, die ihm geschickt platziert verkauft wird.

Alles Augenauswischerei? Zum großen Teil auf alle Fälle, nichts dient Herrschaftssystemen mehr als eine wohldurchdachte Vierte Gewalt, die Völker in Schach zu halten versucht. Wenn demnach der Ukraine-Krieg aus den Schlagzeilen entschwunden, Minsk II hat bisher nicht gänzlich seine Wirkung entfaltet, bedeutet dies längst nicht, daß er nicht anhält. Wohl eher das Gegenteil weiterhin festgestellt werden muß. Trügerische Ruhe vorm Sturm, zumal eine gewaltige Aufrüstung im Osten Europas nichts Gutes verheißt.

Taktische Zermürbung dient einem perfiden Vorhaben

Strategen reiben sich stets ihre Hände, wenn die Rechnung ihrer gezielten Agitation aufgeht, was keineswegs zufällig geschieht. Keine geringere als die USA verstehen jenes bösartige Geschäft brillant umzusetzen, obendrein ziemlich dreist sichtbar. Man sollte sich allein schon das Rüstungszahlenspiel im Wetteifer zum Rest der Welt vergegenwärtigen: Die USA haben im letzten Jahr 610 Milliarden US-Dollar an Militärausgaben vorzuweisen, drei Mal mehr als China und gar sieben Mal mehr als Russland, selbst wenn der Spiegel verharmlosend in der Überschrift zunächst schreibt, Amerika gebe weniger für Waffen aus.

Unabhängig davon werden die Vasallen und Verbündeten ohnehin auf einen bewußt herbeizuführenden Konflikt mit Russland vorbereitet, die Sorge Moskaus unbedingt berechtigt ist. Doch dieses perfide Vorhaben seitens der USA gehört zur Planung eines bevorstehenden dritten Weltkriegs, der immer noch in den Hirnwindungen manch Unverbesserlicher geistert. Welch fatale Folgen daraus resultieren können, scheinen jene in keiner Weise zu berücksichtigen.

Die Ukraine kommt nicht zur Ruhe

Ganz besonders nicht, wenn obendrein innenpolitisch der Rechte Sektor seine Messer wetzt, ausgerechnet ein Dmytro Jarosch als Berater der UK-Armee-Führung mitgestalten darf. Das bedeutet Verschärfung des Krieges, Friedensabsichten gehören nicht zu dessen Repertoire.

Erneut flammten jetzt am Sonntag intensive Kämpfe im Raum Donezk auf, was einmal mehr verdeutlicht, wie unnachgiebig die Fronten verhärtet. Aber nicht etwa, weil die betroffene Mehrheit der Bevölkerung im Osten der Ukraine sich seitens der neuen Junta in Kiew nicht nur bedroht fühlt, sondern obendrein deren Belange von Beginn an seit dem Maidan-Putsch mißachtet wurden, jedwedes Vertrauen verlorenging.

Solange in Ost-Europa die Waffen sprechen, das Baltikum, Skandinavien und eine EU-Osterweiterung zusammen mit der NATO als verlängerter Arm der USA ihre Provokationen gen Russland fortsetzen, kann man von friedlichen Absichten niemals sprechen, die Zeichen stehen auf Krieg, die Welt hält den Atem an. Allerhöchste Zeit genau dies der Menschheit begreiflich zu machen, trotz medialer Ablenkung.

https://buergerstimme.com/Design2/2015/04/ukraine-krieg-aufruestung-im-osten-verheisst-nichts-gutes/

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