Soll Griechenland auch noch Frauen und Kinder übergeben?

Der EU-Abgeordnete Stelios Kouloglou erklärte, das einzige, was die Gläubiger noch nicht von Griechenland forderten, sei Frauen und Kinder zu übergeben.

„In diesem Moment erleben wir Vergeltungsmaßnahmen„, erklärt Stelios Kouloglou, Europa-Abgeordneter der SYRIZA, in einem Interview an die staatliche Rundfunkgesellschaft in Kanada, als er gefragt wurde, wie man von den starken 61,31% des Referendums, die eine faire Vereinbarung verlangten, bei den zusätzlichen Forderungen von Seite der „Partner“ Griechenlands angelangt sei. „Das einzige was noch bleibt, ist, dass sie die Frauen und Kinder verlangen„, meinte er charakteristisch.

„Wissen Sie, in Europa ist es nicht wie in Kanada. Wir dürfen nicht wählen, was wir wollen. Wir dürfen nicht das wählen, was wir wollen. Wir haben gegen das gestimmt, was Deutschland gesagt hat, folglich müssen wir bestraft werden. Dort befinden wir uns jetzt. An diesem Punkt.„, äußerte der EU-Abgeordnete der SYRIZA mit offensichtlicher Ironie gegenüber CBC / Radio-Canada.

Es bleibt nichts mehr übrig, außer den Gläubigern auch noch unsere Frauen und Kinder zu übergeben

Bezüglich der Vorschläge, die sich auf dem Verhandlungstisch befinden, erklärte Stelios Kouloglou, „diese Vorschläge erfolgten mit der Hilfe der französischen Regierung, damit es keine Vorwände gibt, die Griechen machen angeblich was sie wollen und man könne ihnen nicht vertrauen. Sie haben bereits viele Vorwände genutzt, wie den wegen (des Finanzministers) Varoufakis, der genau deswegen zurücktrat, damit die Ausreden aufhören.„

„Wir haben alles getan. Es bleibt nichts mehr übrig, außer den Gläubigern auch noch unsere Frauen und Kinder zu geben!„, sagte Stelios Kouloglou und stellte klar: „Wir können nichts anderes mehr tun. Wir können in den kommenden Tagen dem Programm zustimmen, es geht jedoch nicht, dass wir weitere Zugeständnisse machen.„

„Und nun erheben sie auch noch ein Thema des Vertrauens. Das Thema des Vertrauens kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel jetzt, weil fünf Monate lang niemand ein solches Thema stellte. Jetzt ist es das Vertrauen, morgen werden sie ein anderes Thema finden„, fuhr der griechische Europa-Abgeordnete fort.

„Die Realität ist, dass sie niemals wollten, dass eine Einigung gefunden wird, wogegen wir sehr detaillierte Vorschläge vorlegten, welche die selben finanziellen Resultate wie jene der Gläubiger brachten, und sie akzeptierten sie nicht„, urteilte der SYRIZA-Funktionär ein und endete: „Sie akzeptierten die Vorschläge nicht, weil ihr Ziel war, die Regierung zu stürzen und nicht nur die Regierung selbst, sondern auch das ganze Land zu demütigen. Diese Situation durchleben wir in diesem Moment.„

http://www.griechenland-blog.gr/2015/07/soll-griechenland-auch-frauen-und-kinder-uebergeben/2135500/

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