Der Deal des Jahrzehnts steht

Das lange erwartete Nuklearabkommen zwischen den P5+1 und dem Iran, genannt Joint Comprehensive Plan of Action, wurde am Dienstag schlussendlich vereinbart. Es ist der Deal des Jahrzehnts, und es mag gut sein, dass Historiker ihn in ferner Zukunft als Beginn einer neuen Epoche betrachten werden.

– einparteibuch

Was in der Nuklearvereinbarung genau drinsteht ist im Großen und Ganzen unwichtig. Wichtig ist lediglich, dass es gelungen ist, die politischen Hindernisse für die Einigung beiseite zu schieben und dass es ein Abkommen auf Augenhöhe ist. Nur insoweit spielt Atomtechnik bei dem Deal überhaupt eine Rolle. Schließlich geht es bei dem Deal, obwohl die schriftliche Vereinbarung selbst ausschließlich Nuklearfragen thematisiert, überhaupt nicht um Atome. Jeder ernsthaft politisch Interessierte weiß schon lange, dass der Iran keine Atombombe baut und die diesbezüglichen Vorwürfe gegen den Iran nichts als zielgerichtete Lügen sind. Und auch der Stellenwert der zivilen Nutzung von Nukleartechnik zur Energieerzeugung nimmt trotz knappen Öls angesichts der Fortschritte bei der Energiegewinnung aus Wind und Sonne eher ab.

Worum es bei dem Streit mit dem Iran und dem nun vereinbarten Deal wirklich geht, ist nicht weniger als die Befreiung der Welt vom Joch des Zionismus, das Ende der imperialistisch-kolonialistischen Vorherrschaft einer zionistisch-wahhabitischen Clique von Kriegstreibern, Staatsterroristen und notorischen Lügnern über die Welt und der Aufbau einer multipolaren Welt an ihrer Stelle. Und genau deshalb, und nicht etwa wegen irgendetwas, das mit Nukleartechnik zu tun hat, wird da so erbittert drum gekämpft. Der Aufbau der multipolaren Welt geht mit einer Verschiebung geopolitischer Macht von Europa und Nordamerika, wo die extremistische zionistische Ideologie besonders stark ist, in Richtung Ostasien, wo Zionismus kaum eine Rolle spielt, einher. Man mag darüber unterschiedlicher Meinung sein, ob das Huhn oder das Ei zuerst da war, also ob das Nuklearabkommen mit dem Iran eher als Ausdruck oder eher als Ursache dieser geopolitischen Machtverschiebung weiter nach Osten gesehen werden sollte, doch in jedem Fall ist das Abkommen ein Meilenstein dieser Entwicklung.

Schon seit einiger Zeit ist der Iran ein guter und enger Partner der sich neu entwickelnden geopolitischen Machtzentren im Osten, er kooperiert insbesondere gut mit Peking, aber auch zu Moskau und Neu Delhi sind die Beziehungen Irans exzellent. Durch die nun beschlossene schrittweise Aufhebung der Sanktionen gegen Iran – und damit einhergehend die Beendigung der Stigmatisierung Irans – wird nicht nur der Iran selbst wirtschaftlich enorm gestärkt, sondern auch die engen Partner des Iran profitieren davon. Für Peking und Moskau fällt mit dem Fall der anti-iranischen Sanktionen eine Last weg – etwa für die Beziehungen zum Westen – und stattdessen kann erwartet werden, dass Iran zu einem kräftigen Motor wird, der etwa die im Kern insbesondere auf der Partnerschaft von China und Russland basierenden neuen internationalen Institutionen wie SCO und BRICS deutlich stärkt und damit der Transformation der vornehmlich von US-Zionisten dominierten Welt in eine wirklich multipolare Ordnung mehr Schwung gibt. …

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