Wasserprivatisierung: Du bist der Stier in der EU-Arena – vorgeführt zum Sterben

Ich kann mit einem vom Horn eines Stieres zerfetzten Torero kein Mitleid empfinden. Im Gegenteil. Ich freue mich darüber, wenn es der gequälten Kreatur auch einmal gelingt, zu zeigen, dass sie nicht vollkommen wehrlos ist, dass sie, wenn sie schon zum Gaudium einer blöden Masse sterben muss, wenigstens noch einen ihrer Peiniger mitnimmt.

– Egon Wolfgang Kreutzer

Heute Morgen fand ich in einer Mail an mich folgende Zeilen:

Da würde Thomas von Aquin passen:

„Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht“
(Wird fälschlicherweise Papst Gregor I. zugesprochen )

Zorn ist vielleicht noch die einzige Möglichkeit, bevor Stummheit alle befällt, die noch geradeaus denken können !

Ja, das passt zu meinem Zorn.

Heute wird das so genannte „Europäische Parlament“ das Menschenrecht auf Wasser in den Orkus treten und der zwangsweisen Privatisierung der Wasserversorgung den Weg bahnen.

Im Gegensatz zu den allermeisten Abgeordneten des Deutschen Bundestages hatte ich, als es darum ging, der EU ein Vertragswerk überzustülpen, das irreführend „Verfassung“ genannt werden sollte, den Entwurf dieser EU-Verfassung gelesen und verstanden und für ein absolut beschissenes Machwerk gehalten, das hätte aufgehalten werden müssen.

Die Verträge kamen, man verzichtete nur darauf, sie Verfassung zu nennen. Den wenigen kritischen Stimmen begegnete man mit der Überheblichkeit des Toreros gegenüber dem Tierschützer …

Im Herbst 2004 erschien dann mein Aufsatz „Europa in schlechter Verfassung“ in der Print-Ausgabe des Magazins MATRIX 3000. Darin schrieb ich, weil mir klar war, dass es so kommen musste:

Das Ende der öffentlichen Aufgaben

Versteckt im Kapitel III des Titels V des Teils III findet sich unter der Überschrift „Gemeinsame Handelspolitik“, das Bekenntnis der Europäischen Union zur vollständigen Globalisierung, Liberalisierung und Privatisierung des Welthandels.

Der Abschluss internationaler Handelsabkommen liegt demnach künftig nicht mehr bei den Mitgliedsstaaten sondern in der Kompetenz der Union und im Normalfall beschließt der Rat(!) darüber mit qualifizierter Mehrheit. Müllabfuhr, Straßenreinigung, Wasserversorgung, Kanalisation, Straßenbahn und Politessen, alles sind Dienstleistungen, die künftig dem freien internationalen Handel offen stehen sollen. Auch der Handel mit Dienstleistungen des sozialen, des Bildungs- und Gesundheitssektors unterliegt grundsätzlich der Verhandlungs- und Vertragsfreiheit des Rates.

Was das bedeutet?

http://politik-im-spiegel.de/wasserprivatisierung-du-bist-der-stier-in-der-eu-arena-vorgefhrt-zum-sterben/

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