Ziel ist ein anderes Deutschland

Angela Merkel sagt, sie habe einen Plan. Niemand sollte daran zweifeln. Aber es ist ein Plan, für den sie die Hilfsbereitschaft der Deutschen missbraucht.

– Günther Lachmann

Was geschieht mit diesem Deutschland? Nicht nur immer mehr besorgte Bürger fragen sich das, auch in den Hauptstädten Europas und in Washington werden die Ereignisse und Veränderungen mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und analysiert. Eine in politischen Thinktanks verbreitete Einschätzung lautet, die nächsten beiden Jahre bis zur Bundestagswahl seien nicht nur innenpolitisch von grundlegender Bedeutung, sondern dürften auch darüber entscheiden, welche Rolle Deutschland in den kommenden 20 Jahren in Europa einnehme. Demnach erlebt das Land gerade einen historischen Moment, der vielleicht nur noch mit dem Wendeherbst 1989 vergleichbar ist.

Wie damals zieht es die Ostdeutschen wieder auf die Straße. Und wie damals richtet sich ihr Protest gegen die Herrschenden: „Wir sind das Volk!“ Die anderen sind die „Volksverräter“. Als diese Rufe auf den Pegida-Demonstrationen des vergangenen Winters im Westen bislang unerwidert verhallten, dachte so mancher im Berliner Regierungsviertel, das Gröbste überstanden zu haben.

Wer ist das Volk?

Doch erstens gewinnt Pegida wieder an Zulauf, und zweitens ruft seit dem unablässigen Zustrom Hunderttausender Flüchtlinge nach Deutschland nun auch die AfD zu solchen Demonstrationen auf. Und dabei lässt der thüringische AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke keine Zweifel daran aufkommen, worum es ihm geht: „Thüringer! Deutsche! 3000 Jahre Europa, 1000 Jahre Deutschland! Ich gebe euch nicht her. Und ich weiß, ihr gebt sie auch nicht her!“

Höcke beschwört das deutsche Volk und will eine Debatte darüber erzwingen, wer dazu gehört und wer nicht. Als die Verfassungsväter 1949 das Grundgesetz schufen, schrieben sie hinein, dass es „für das gesamt Deutsche Volk“ gelte. Damals hat niemand mit Millionen Flüchtlingen aus fernen Kriegsbieten gerechnet, und mit Wirtschaftsflüchtlingen schon mal gar nicht.

Heute gilt das Grundgesetz für die deutschen Staatsbürger und für die Millionen Migranten, die in den vergangenen Jahrzehnten gekommen und geblieben sind, ohne die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Es gilt für Flüchtlinge und Asylbewerber, solange sie sich in Deutschland aufhalten. Irgendwann hat das Land aufgehört, zwischen dem Volk und den anderen zu unterscheiden, es wollte die nationale Identität durch die Idee des Multikulturalismus ersetzen. Doch dann kam Bundeskanzlerin Angela Merkel und stellte im Jahr 2010 auf dem Jahrestag der Jungen Union in Potsdam fest: „Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!“[1]

Natürlich widersprachen die Grünen und die Linken, die Sozialdemokraten lamentierten herum, aber Merkels Christdemokraten fühlten sich verstanden. Und nun ist „das Volk“ zurück auf dem ostdeutschen Pflaster. …

http://www.geolitico.de/2015/10/13/ziel-ist-ein-anderes-deutschland/

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