Frankreich, befiehl – wir folgen dir!

Der geplante Einsatz der Bundeswehr im Krieg um Syrien ist nicht nur illegal, sondern weist auch Anzeichen eines sich abzeichnenden großen blutigen Desasters auf, das später dann von den Tätern vermutlich einmal mit den Worten “wir meinten es gut” erklärt werden würde.

Zunächst einmal ein paar Worte zur legalistischen Rechtfertigung des deutschen Regimes für den Kriegseinsatz: kollektive Selbstverteidigung als Beistand für Frankreich nach den jüngsten wahhabitischen Terroranschlägen in Paris.

Der Sachverhalt ist dabei folgender: Das französische Regime hat in den letzten Jahren gemeinsam mit einigen Komplizen, und mit Deutschland als Juniorpartner, von Saudi Arabien ausgehenden wahhabitischen Extremismus im In- und Ausland unterstützt. In Syrien ist das französische Regime dabei sogar so weit gegangen, ein von allen EU-Staaten, einschließlich Frankreich und Deutschland, verhängtes Waffenembargo zu brechen, mit dem Ziel, im Osten Syriens ein wahhabitisches Terror-Emirat zu errichten, um so die rechtmäßige, und bei der UNO international anerkannte, syrische Regierung zu schwächen und auf verbrecherische Weise Art und Weise, nämlich durch die Förderung von grenzüberschreitendem wahhabitsichen Terrorismus, zu stürzen. In Libyen hat Frankreich zum Zweck des gewaltsamen Sturzes der dortigen legitimen Regierung durch Förderung von wahhabitischem Terrorimsus sogar ein Waffenembargo des UNO-Sicherheitsrates gebrochen.

Die eineinhalb handvoll Kriminellen, die vor gut zwei Wochen mehr als 100 Menschen in Paris massakriert haben, waren der Polizei zufolge vermutlich allesamt EU-Bürger und kamen dabei wohl vornehmlich aus Paris in Frankreich und Brüssel in Belgien. Sie hingen der von Saudi Arabien aus mit Unterstützung Frankreichs verbreiteten wahhabitischen Terror-Ideologie an, und sie taten, was solcherart, und genau dazu, aufgehetzte Menschen laufend tun: sie ermordeten massenhaft unschuldige Menschen. Bloß, anstatt dass sie das in Syrien, Irak, Libyen und Jemen taten, wo sie es laufend tun und wo es unter anderm von Saudi Arabien und Frankreich gefördert wird oder wurde, taten sie es nun in Paris, wo es vom französischen Regime nicht erwünscht ist. Frankreich behauptet nun, in Reaktion auf das von EU-Bürgern, die der von Saudi Arabien aus mit französischer Unterstützung verbreiteten wahhabitischen Terrorideologie anhingen, begangene Massaker in Paris Selbstverteidigung durch die Bombardierung von Zielen nicht etwa in Paris oder Brüssel, sondern in Syrien auszuüben, weil ein oder mehrere der Täter einmal oder mehrmals zu Besuch im von einem Saudi Arabien mit Unterstützung Frankreichs geschaffenen Terror-Emirat in Syrien gewesen seien.

Dabei möchte Frankreich nun deutsche Unterstützung. Frankreich stellt dabei darauf ab, dass die Täter Mitglieder einer von Saudi Arabien mit französischer Unterstützung zum illegalen Zweck der Destabilisierung der legitimen syrischen Regierung erschaffenen wahhabitischen Terrorgruppe namens ISIS gewesen seien, die unter anderem Frankreich und Deutschland den Krieg erklärt habe, und in Syrien und Irak beheimatet sei. Gleichzeitig gehören unter anderem Frankreich, Saudi Arabien und Deutschland zu einer Gruppe von Staaten, die sich Freunde Syriens nennen, und zum Zweck des Regierungssturzes in Syrien Waffen und Munition an von ihnen als “moderat” beschriebene Terroristen in Syrien liefern, von denen bekannt ist, dass diese ihrerseits einen erheblichen Teil ihrer Waffen und Munition an ISIS weiterreichen.

Ein Mandat des UN-Sicherheitsrates oder eine Zustimmung der syrischen Regierung für die Bombardierung Syriens durch Frankreich liegen nicht vor. Nicht einmal eine von Deutschland völkerrechtswidrig als legitime Kriegsermächtigung betrachtete Krücke in Form eines NATO- oder EU-Beschlusses liegt vor. …

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