Angstmanagement: Ist die derzeitige Häufung an Terroranschlägen nur ein Zufall?

– Konjunktion

Terrormanagement. Ein Begriff, den Christoph Hörstel seit vielen Jahren einsetzt, um der Steuerung terroristischer Gruppen durch den Staat einen Namen geben zu können:

In Zeiten von Krisen und politischer Unsicherheit, managen Geheimdienste, zusammen mit den Regierungen, die Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen. Es gibt keinen „Kampf gegen den Terror“ – der Terror wird gemanagt.

Seit Kurzem hat er diesen Begriff erweitert und spricht jetzt unumwunden von Kriegsmanagement, wenn er versucht die geopolitische Weltlage zu erläutern. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und parallel dazu den Begriff Angstmanagement einführen.

Thomas Möginger - Bildquelle: www.konjunktion.info

Thomas Möginger – Bildquelle: www.konjunktion.info

Sehen wir uns die derzeitige „terroristische Bedrohung“ auf der Welt an, dann müssen wir feststellen, dass hier offensichtlich in den nächsthöheren Gang geschaltet wurde. Sei es Paris im alten Jahr, sei es München zum Jahreswechsel, sei es der Anschlag in Istanbul oder sei es der am Wochenende stattgefundene Terroranschlag in Burkina Faso. Von den tagtäglichen Gräueln in Syrien, dem Irak oder Libyen ganz zu schweigen. Das „Netz des Terrors“ hat sich über die ganze Welt gelegt. Eine konzertierte Aktion?

Gleichzeitig wissen wir, um die „Schaffung terroristischer Gruppierungen“ durch den Staat. Al-Qaida, der IS sind nur die neuesten „Auswüchse“ dieses staatlich durchgeführten Terrormangements. Und mit dem „Netz des Terrors“ steigen wir ein in eine neue Form des Managments – des Angstmanagements. Terror als nichtgreifbare Bedrohung ist ein Machtinstrument dessen sich die Mächtigen seit Jahrhundert bedienen, um die Untertanen, Sklaven oder heute Bevölkerungen kontrollieren und steuern zu können. Waren es früher wilde Horden oder Rassisten, sind es heute gewaltbereite Gruppen – meist mit islamistischen Hintergrund -, die als Mittel der Wahl eingesetzt werden, um Angst zu erzeugen und damit die Menschen gefügig zu machen.

Diese Taktik des „gefügig machen“ wurde spätestens mit den erlassenen Gesetzen, Verordnungen und (auch unbekannten) Regelungen nach 9/11 perfektioniert. Ein Machwerk wie der Patriot Act mit mehr als 1.000 Seiten wurde bereits am 25. Oktober 2001 vom US-Kongress verabschiedet. Keine sieben Wochen nach den Anschlägen ein solches „Machwerk“ zu verabschieden, das im Vorfeld erst einmal zusammengestellt und geschrieben, beraten und besprochen werden muss, und in dieser kurzen Zeit auf den Weg zu bringen, lässt eigentlich nur einen Schluss zu: das Teil lag fix und fertig in der Schublade und wartete nur auf den Tag X, um umgesetzt zu werden. Auch eine Form des Angstmanagements.

Und auch heute sehen wir im direkten Anschluss an einen Anschlag wie in Paris eine reflexartige, sofortige Verschärfung der Überwachungsgesetze, eine Einschränkung der Freiheits- und Bürgerrechte und sogar eine Verfassungsänderung. Angst als gezieltes Machtinstrument, um im Schutze der „vorgeblichen Sicherheit“ einen Polizeistaat aufzubauen, der nicht den Menschen dient, sondern den elitären Kreisen. …

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