Endzeiterwartung und Fanatismus – Zur kriegerischen Energie des „Islamischen Staates“

– Fassadenkratzer

Das Jüngste Gericht

Ein wesentlicher Bestandteil des islamischen Glaubens ist die Erwartung des Weltenendes und Jüngsten Gerichts, das schon nach dem Koran nahe bevorstehen soll. Sein Herannahen wird durch den Posaunenstoß eines Engels angekündigt, worauf alle Lebewesen sterben und die ganze Welt zerstört wird. Allah stellt darauf die Ordnung wieder her, und nach einem zweiten Posaunenstoß werden alle Lebewesen wieder ins Leben zurückgerufen. Alle versammeln sich dann am Ort des Gerichts, „auf der verwandelten Erde Jerusalem“. Allah steigt aus dem Himmel zur Erde nieder, und jeder Mensch empfängt sein Buch, in dem Engel seine guten und bösen Taten aufgezeichnet haben.

Allah zieht jeden einzelnen zur Rechenschaft, indem die Taten eines jeden auf einer großen Waage gewogen werden, wobei der Glaube alle Sünden aufwiegt. Nachdem Allah sein Urteil gesprochen hat, schreiten die Gerichteten über die große Brücke, welche die Hölle überspannt. Die Verdammten versinken in die peinvolle Hölle, während die Guten ins Paradies ewiger Freuden gelangen, die in der bekannten sinnlich-erotischen Weise ausgemalt werden. Während die Ungläubigen und Heuchler ewig in der Hölle bleiben, können manche Sünder nach einiger Zeit der Läuterung wieder befreit werden.1

Zeichen

Wenn auch der Zeitpunkt des Weltenendes allein Allah bekannt ist, so kündigt sich sein Nahen doch durch bestimmte Zeichen an. Im allgemeinen werden die Zeitverhältnisse immer schlechter, und vor allem werden religiöse Gefühle, religiöse Gedanken und religiöse Handlungen abnehmen, die Beachtung der religiösen Vorschriften wird vernachlässigt, die Gottesdienste werden nicht mehr getätigt und unmoralisches Verhalten wird gesellschaftsfähig. Der Alkoholkonsum steigt, die Unzucht wird offen ausgelebt, und Mord und Zwietracht nehmen ungeheure Ausmaße an. Die Juden und die Muslime kämpfen gegeneinander, und die Erde revoltiert durch zunehmende Erdbeben (vgl. hier).

Durch das Auftreten eines „Mahdi“ (Gott-Geleiteten) wird zwar vorübergehend die Rechtsordnung des Goldenen Zeitalters der Kalifen wiederhergestellt und der Unglaube zurückgedrängt, auf Dauer lässt sich aber der Verfall nicht aufhalten. Denn es tritt der „Daddschal“, ein falscher Messias auf (vergleichbar dem Antichrist), der versuchen werde, die Religion des Islam und die Muslime zu beschädigen, sie zum Bösen aufzurufen und Zwietracht unter ihnen zu säen. Sein rechtes Auge ist blind und zwischen den beiden Augen wird das Wort „Kafir“ für „Ungläubiger“ stehen. Er werde vor allem durch viele übernatürliche Phänomene die Menschen verführen.

Die Rettung bringt der wiederkommende Jesus, dessen Geburt schon als die eines großen Propheten im Koran geschildert wird. Er tötet den Daddschal mit einer Lanze und richtet für eine Reihe von Jahren ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit auf. Er nimmt den Islam an und richtet nach der Scharia. Er wird heiraten, Kinder erzeugen und alle Schweine schlachten. Er wird die Juden und die Christen vor die Alternative stellen: Islam oder Schwert. Alle lebenden Menschen werden dann also den Islam annehmen oder angenommen haben. Nach vierzigjähriger Herrschaft auf Erden wird Jesus sterben und in Medina neben Mohammed beigesetzt werden.2 …

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