Syrien: Scheitert das Waffenstillstandsabkommen, dann kommt „Plan B“ von Zbigniew Brzezinski zur Ausführung – das eigentliche US-Ziel?

Als der US-Außenminister John Kerry vor einem Ausschuss des US-Senats Rede und Antwort stand, um das Waffenstillstandsabkommen für Syrien, das von den USA und Russland vermittelt wurde, vorzustellen, schwang nicht viel Optimismus in seiner Stimme mit, dass der Plan Erfolg haben wird.

– Konjunktion

Im Grunde genommen nicht weiter verwunderlich, denn informierte Beobachter der Lage in Syrien geben dem Waffenstillstandsabkommen keine reelle Chance, da die Vereinbarung weitgehend in den Händen der vom Westen unterstützten Terroristen liegt. Und diese werden an einem erfolgreichen Waffenstillstand nur bedingtes Interesse (ggf. zur Reorganisation ihrer Kräfte) haben.

Ist dann dieses Waffenstillstandsabkommen nichts anderes als eine Showveranstaltung für die Massenmedienkonsumenten? Gerade weil Kerry immer wieder auf einen „Plan B“ abzielt, falls das Abkommen scheitert?

There is a significant discussion taking place now about a Plan B in the event that we do not succeed at the [negotiating] table. – John Kerry
(Es findet gerade eine bedeutende Diskussion über einen Plan B statt, im Falle dessen, dass wir am [Verhandlungs]Tisch nicht erfolgreich sind. – John Kerry)

Natürlich liess sich Kerry nicht im Detail darüber aus wie dieser „Plan B“ genau aussehen soll. Das heißt mit einer Ausnahme. In einem kurzen Kommentar deutete er an, dass die USA von ihrer Politik des Regime Change (Sturz von Assad) und der Zerstörung Syriens als Ganzes abweichen und stattdessen die Zerstörung Syriens mittels einer Trennung und Teilung des Landes in einzelne getrennte Regionen verfolgen könnten. Am Ende seiner Ausführungen sprach Kerry davon, dass es

[…] too late to keep as a whole Syria if we wait much longer.
([…] zu spät sein könnte, Syrien als Ganzes zu bewahren, wenn wir noch länger warten.)

Genau genommen klingt Kerrys „Plan B“ wie der „Plan A“ anderer Geo-/Strategen, Entscheidungsträger und imperialistischer Lautsprecher. Nehmen wir den Artikel von Michael O’Hanlon, der bei Reuters veröffentlicht wurde und den Titel “Syria’s One Hope May Be As Dim As Bosnia’s Once Was. (Syriens eine Hoffnung mag genauso vage sein wie es die von Bosnien einmal war.)“. In diesem Artikel geht es zuvorderst darum, dass der einzige Weg, den Russland und die USA einschlagen können, um eine friedliche Lösung des Syrienkonflikts zu erreichen, der ist, dass sich beide darauf einigen, dass ein geschwächtes Syrien geteilt und in separate Regionen aufgeteilt wird: …

http://www.konjunktion.info/2016/02/syrien-scheitert-das-waffenstillstandsabkommen-dann-kommt-plan-b-von-zbigniew-brzezinski-zur-ausfuehrung-das-eigentliche-us-ziel/

siehe auch…

Hidden US-Israeli Military Agenda: “Break Syria into Pieces”

A timely article in the Jerusalem Post in June brings to the forefront the unspoken objective of US foreign policy, namely the breaking up of Syria as a sovereign nation state – along ethnic and religious lines – into several separate and “independent” political entities. …

http://www.heinrichplatz.tv/?p=21894

This entry was posted in Frieden, Krieg, Politik, Propaganda, Terror and tagged , , , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply