Die Abschlusserklärung der G7 – Teil 2

Ich beschränke mich hier darauf, die Passagen der Erklärung zu untersuchen, die Bezug auf die internationale Politik aus Sicht der neun Personen nehmen, die danach streben, die mächtigsten der Welt zu werden [1].

Es ist ein Katalog von 18 gegenwärtigen Hauptlügen des Westens. Er gibt Gelegenheit, die wesentlichen Konfliktthemen durchzugehen.

– Thierry Meyssan

Der „Kampf gegen den Terrorismus und den gewalttätigen Extremismus“ [2].

Unglücklicherweise steht bislang auf den internationalen Gipfeln unbestritten fest, dass der Terrorismus – so wird dort behauptet – die Folge des gewalttätigen Extremismus ist. Es handele sich nur um einen Reifungsprozess persönlicher psychologischer Probleme in ungelösten politischen Zusammenhängen. Der Terrorismus wäre also keine Militärstrategie, würde durch keinen Staat organisiert und wäre ausschließlich finanziert durch private Spenden und Schmuggel aller Art. Diese Theorie wird seit Dezember 2015 vom Generalsekretär der Uno, Ban Ki-moon, vertreten, der zur G7 hinzustieß, um dort zur Illusion eines weltweiten Konsenses beizutragen [3]: Der einzige Feind ist die „Radikalisierung“. Eine Formulierung, die es denen, die den Terrorismus organisieren, möglich macht jede Opposition zu bekämpfen – unter dem Vorwand, den Terrorismus zu verhindern.

Wie wir seit 2001 in unseren Spalten ausführen, sind mindestens acht der neun Mitglieder der G7 unmittelbar in die Unterstützung von al-Qaida und Daesch im Irak, Syrien und Libyen verwickelt. Nur das Kanada von Justin Trudeau scheint nicht mehr an diesem geheimen Krieg teilzunehmen.

„Die Migrationen und die Krise der Flüchtlinge“ (und nicht die Flüchtlings- und Migrantenkrise)

Man achte auf die semantische Unterscheidung zwischen dem Migrationsstrom und der Krise der geflüchteten Personen. Die Migranten haben sich entschieden, fortzugehen. Sie werden als eine Flut, nicht als Personen betrachtet, im Gegensatz zu den Flüchtlingen, die zur Umsiedlung gezwungen sind und ein Anrecht auf internationalen Schutz haben.

Nun gibt es in Wirklichkeit wenige wirkliche Flüchtlinge. Die große Mehrheit der Syrer, die ihr Land verlassen haben, hat abgelehnt, es vor den Dschihadisten zu schützen, weil man überzeugt war, dass die Republik durch die Nato umgestürzt würde. Andere haben die Kämpfe in der Erwartung gemieden, nach dem Sieg der Dschihadisten und dem Aufbau eines echten islamischen Staats zurückzukommen. Aber das Völkerrecht gesteht die Flüchtlingseigenschaft nicht den Fahnenflüchtigen zu, die sich geweigert haben, Waffen zu tragen, um ihr vom Ausland angegriffenes Vaterland zu verteidigen, noch denen, die auf einen Sieg hoffen, ohne dafür kämpfen zu müssen.

Es besteht kein Zweifel daran, dass das Phänomen der Flucht der Syrer von den Staaten ermutigt wurde, die das Land angreifen und hofften, es zu besiegen, indem sie es leer von Einwohnern machten. Nun haben sich alle Mitglieder der G7 an diesem Plan beteiligt. …

http://www.voltairenet.org/article192097.html

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