Nato verlegt vier weitere Bataillone an russische Grenze

Das Nato-Bündnis wird 4000 zusätzliche Soldaten nach Osteuropa schicken. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg begründete die Entscheidung am Montag damit, das Sicherheitsgefühl Polens und der baltischen Staaten müsse erhöht werden.

– Thomas Gaist

„Wir wollen vier rotierende, robuste multinationale Bataillone in die baltischen Staaten und nach Polen verlegen“, erklärte Stoltenberg vor Nato-Vertretern.

Die USA, Deutschland und Großbritannien werden jeweils eintausend Soldaten beisteuern, und auch Kanada wird voraussichtlich sein Kontingent von tausend Mann bestätigen. Die Stationierung ist ein besonders provokativer Schritt im Rahmen der Aufrüstung, die das Nato-Oberkommando seit zwei Jahren gegen Russland betreibt. Die herrschenden Eliten der USA und Europas legen so bedenkenlos eine Saat des Krieges, und dies gleich an mehreren Stellen der eurasischen Landmasse.

Die Bekanntgabe neuer Truppenstationierungen fällt mit der Operation „Anakonda 2016“ zusammen, an der mehr als 30.000 Nato-Soldaten teilnehmen. Es ist das größte Militärmanöver in Polen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Etwa 12.000 der 30.000 Teilnehmer sind amerikanische Soldaten.

Unter dem Deckmantel „rotierender Einsätze” etabliert die Nato somit in Osteuropa eine permanente Streitmacht. In der Öffentlichkeit wird sie als Reaktion auf die russische Einmischung in der Ukraine begründet. Als Vorwand dienen auch angebliche russische Provokationen an den Grenzen der östlichen Nato-Mitgliedsstaaten. In Wirklichkeit betreibt die Nato mit dieser neuen „Speerspitze“ die Vorbereitung einer Bodeninvasion entlang der gesamten russischen Westgrenze. …

http://www.wsws.org/de/articles/2016/06/15/nato-j15.html

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