Die Kriege der nächsten Jahre (V)

Spezialkräfte der Bundeswehr suchen die Kooperation mit dem türkischen Militär. Fallschirmjäger der deutschen “Division Schnelle Kräfte” (DSK) beteiligten sich kürzlich erstmals an einem Manöver in der Türkei; auf dem Programm standen unter anderem mehrere “Luftlandeoperationen” sowie die “Infiltration” gegnerischen Territoriums.

– german-foreign-policy.com

Zu den Aufgaben der DSK zählen Kommandoaktionen hinter den feindlichen Linien, Maßnahmen der Aufstandsbekämpfung sowie Angriffe mit dem Ziel, “wichtige Infrastruktur” wie Flugplätze oder Häfen “schnell in die eigene Hand zu bekommen”. Teil der Elitetruppe ist auch das in illegale Tötungen in Afghanistan involvierte “Kommando Spezialkräfte” (KSK). Das KSK wiederum beteiligt sich seit 2005 offiziell an der Ausbildung militärischer Sondereinheiten in den Staaten Nord- und Westafrikas, um diese “im Kampf gegen terroristische Bedrohungen handlungsfähig zu machen”.

Unter Fachleuten gelten sogenannte Special Forces allgemein als zentral für zukünftige Kriegsoperationen. Ihnen ist insbesondere die Aufgabe zugedacht, im jeweiligen Interventionsgebiet westlichen Interessen ablehnend gegenüberstehende Oppositionelle “auszuschalten” und kollaborationswillige einheimische Streitkräfte zu trainieren.

Spezialkräfte-Manöver

Wie die Bundeswehr mitteilt, hat sich das deutsche Heer erstmals mit einer Spezialeinheit an einem Manöver in der Türkei beteiligt. Demnach trainierten Angehörige des im niedersächsischen Seedorf stationierten Fallschirmjägerregiments 31 im Rahmen der Übung “Efes” nahe der türkischen Stadt Izmir unter anderem das Schießen mit Panzerabwehrraketen vom Typ “Milan”. Das Manöver fand in der Zeit vom 4. Mai bis zum 4. Juni statt; vertreten waren laut türkischem Generalstab Kampf- und Sondereinheiten aus Deutschland, Polen, Aserbaidschan, Saudi-Arabien, Katar, Pakistan, Großbritannien und den USA.

Den deutschen Streitkräften zufolge bestand das primäre Ziel darin, die “multinationale militärische Zusammenarbeit unter den Bündnispartnern zu vertiefen”; insbesondere die Kooperation mit dem türkischen Militär sei “sehr respektvoll und von gegenseitiger Akzeptanz geprägt” gewesen, heißt es. “Höhepunkt” der Übung war nach Angaben der Bundeswehr eine “zweitägige Lehrvorführung”, an der die Seedorfer Fallschirmjäger aktiv mitwirkten. Präsentiert wurden dabei die “Feuervorbereitung durch Artillerie von Land, zur See und in der Luft”, die “amphibische Anlandung von gepanzerten Kräften”, mehrere “Luftlandeoperationen” sowie die “Infiltration” feindlichen Territoriums.[1]

“Einsatzbereit. Jederzeit. Weltweit”

Das an dem von der Türkei ausgerichteten Manöver beteiligte Fallschirmjägerregiment 31 zählt zur “Division Schnelle Kräfte” (DSK) der Bundeswehr. Die Einheit ist nach eigenem Bekunden spezialisiert auf Operationen gegen “Terroristen, Guerillas oder Partisanen”, auf Kommandoaktionen “hinter den feindlichen Linien” und auf Angriffe, die das Ziel haben, “rasch einsatzwichtige Infrastruktur wie Häfen oder Flugplätze in die eigene Hand zu bekommen” (german-foreign-policy.com berichtete [2]). Man gehöre zu den “Kräfte(n) der ersten Stunde” in einem beliebigen “Einsatzland” und könne “tief im feindlichen Raum” operieren, heißt es [3]; das Motto der DSK lautet folgerichtig “Einsatzbereit. Jederzeit. Weltweit”.[4]

Integraler Bestandteil der DSK ist das “Kommando Spezialkräfte” (KSK) der Bundeswehr, das unter anderem in Afghanistan in illegale Tötungen sogenannter Terrorverdächtiger involviert war. Laut einer Selbstdarstellung verfügt die Elitetruppe über “einzigartige Fähigkeiten” [5] und ist in der Lage, “unter allen klimatischen Bedingungen” zu agieren.[6] Zu den Aufgaben des KSK zählen demnach das “Festsetzen von Zielpersonen im Ausland auch gegen deren Widerstand”, das “Gewinnen von Schlüsselinformationen in Krisen- und Konfliktgebieten”, der präventive “Kampf gegen subversive Kräfte” durch die “Bekämpfung von Bedrohungspotenzialen vor dem Wirksamwerden” sowie die gezielte “Lähmung oder Zerstörung wichtiger Einrichtungen, Objekte und Führungssysteme”.[7] …

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59400

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