9/11 – Das neue Pearl Harbor

Der 11. September 2001 markiert in vielerlei Hinsicht eine historische Zäsur. Seitdem führen die USA einen „Krieg gegen den Terror“. Zweifel an den regierungsamtlichen Verlautbarungen und den offiziellen Untersuchungen zu 9/11 waren von Anfang an groß.

Im Vorfeld des 15. Jahrestages der Anschläge erschien die deutsche Übersetzung des Buches „The New Pearl Harbor“ des US-Amerikaners Prof. David Ray Griffin. Jens Wernicke sprach hierzu mit Oliver Bommer, dem Herausgeber und Übersetzer des Buches.

Herr Bommer, vor kurzem erschien das viel beachtete Buch Das neue Pearl Harbor dank Ihnen auch in deutscher Sprache. Was hat es mit „Pearl Harbor“, dessen historische Aufarbeitung spannende Fakten zutage gebracht hat, auf sich und welches „neue“ Pearl Harbor ist hier gemeint?

Zahlreiche Kommentatoren haben den 11. September 2001 mit dem Angriff auf Pearl Harbor von 1941 verglichen; selbstverständlich im Einklang mit der offiziellen Version, laut der die Anschläge völlig überraschend kamen. Doch nicht nur das: es wurde auch eine Reaktion wie bei Pearl Harbor verlangt, die mit der militärischen Niederlage des Gegners enden sollte, wie dies im Zweiten Weltkrieg geschah. Ein weiterer Grund, das Buch entsprechend zu betiteln, war, wie Prof. Griffin schreibt, ein Dokument aus dem Jahre 2000, das von einer Gruppe der sogenannten Neokonservativen herausgegeben wurde, von denen viele später hohe Positionen in der Bush-Administration innehatten.

In diesem Dokument wurde ein katastrophales und katalytisches Ereignis wie „ein neues Pearl Harbor“ herbeigesehnt, um die USA militärisch nach innen und außen umgestalten und die US-amerikanische Vorherrschaft über Jahrzehnte und länger aufrechterhalten zu können. Konkret heißt es dort: „Ferner wird der Transformationsprozess, selbst wenn er revolutionären Wandel mit sich bringt, wahrscheinlich lange andauern, wenn nicht ein katastrophales und katalytisches Ereignisses eintritt – wie ein neues Pearl Harbor.“

Und Prof. Griffin und Sie sind nicht einverstanden mit der offiziellen Darstellung der Ereignisse? Wieso?

Prof. Griffin war selber ursprünglich Anhänger der offiziellen Verschwörungstheorie. Er war über Jahre davon überzeugt, dass die offizielle Darstellung, wie sie von den Medien verbreitet wurde, auch genau dem entsprach, was an diesem Tag passiert ist. Erst nachdem er wiederholt auch von akademischen Kollegen auf die der offiziellen Version widersprechenden Fakten hingewiesen wurde, war er überhaupt bereit, sich diese anzusehen.

Er erkannte, dass es zahlreiche Widersprüche gab und begann, die öffentlich zugänglichen Fakten der offiziellen Version gegenüberzustellen. Er tut dies alles in seiner gewohnt wissenschaftlichen Darstellungsweise und dennoch in einer solchen Klarheit, dass der unbedarfte Leser einen Überblick gewinnt und versteht, was in diesem Zusammenhang medial unter den Teppich gekehrt wurde.

Das beste Beispiel dafür ist der „dritte Turm“ (WTC 7), der an diesem Tag eingestürzt ist – ein Ereignis, das im Bericht der offiziellen Untersuchungskommission mit keinem Wort erwähnt wurde. Wenn eine Regierung schon einen ganzen Turm „verstecken“ kann, was denn dann noch? Ich selbst war fünf Jahre lang von der offiziellen Theorie überzeugt, doch dann habe ich die Bücher von Prof. Griffin studiert und konnte mich seiner zwingenden Logik nicht entziehen, dass die offizielle Darstellung nicht der Wahrheit entsprechen kann. …

http://www.hintergrund.de/201610064122/feuilleton/literatur/911-das-neue-pearl-harbor.html

mehr zu 9/11 auf Heinrichplatz.TV

This entry was posted in Bildung, Bürgerbewegung, Freiheit, Frieden, Geldsystem, Gerechtigkeit, Krieg, Politik, Propaganda, Rassismus, Selbstorganisation, Terror, Wissenschaft and tagged , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply