Hillary Clinton: Wenn sich die Mainstreammedien mit einem Kandidaten gemein machen – aus den WikiLeaks-Veröffentlichungen

“Eine Demokratieillusion, die uns zu Sklaven macht, die glauben, frei zu sein.”

Seit dem 7. Oktober veröffentlicht WikiLeaks täglich neue Emails aus dem „Fundus von John Podesta“ – so viele, dass der Durchschnittsleser Schwierigkeiten bekommt, den ganzen Informationen und den darin verborgenen Enthüllungen zu folgen.

– Konjunktion

Viele wichtige Hinweise und Beweise verschwinden daher „fast ungesehen“ im Hintergrundrauschen ohne dass sie auch nur annähernd von unserer Hochleistungspresse aufgegriffen und diskutiert werden.

John Podesta als Vorsitzender der Wahlkampfkampagne von Hillary Clinton ist ein politisches Schwergewicht. Er war schon Stabschef unter Bill „Slick Willy“ Clinton und Berater des Noch-Präsidenten Barack Obama. Als Insider sind seine Mails deswegen so gefährlich für Clinton und werden wohl auch deshalb von der Hochleistungspresse nicht tiefergehend thematisiert.

Die Emails von Podesta zeigen, warum das so ist. Warum die Hochleistungspresse so wenig über die Leaks schreibt und warum die Vorwürfe gegenüber Clinton mehr oder weniger totgeschwiegen werden.

Die Tatsache, dass der Großteil der durchaus „nachrichtenwürdigen“ Informationen, die wir in den Emails finden, nicht von der Hochleistungspresse gebracht werden, verdeutlicht nur die inzestiöse Beziehung zwischen der Clinton-Kampagne (aka Politik) und der Hochleistungspresse. Die Podesta-Emails zeigen dies überdeutlich.

Obwohl es Dutzende an alles erschütternde Enthüllungen gibt, die in diesen Emails stecken – unter anderem Transkripte von Reden Clintons vor Wall Street Banken, die Clinton bisher ablehnte zu veröffentlichen, geheim gehaltene politische Positionen oder Beweise für die Zusammenarbeit mit brutalen Regimen und/oder Staaten -, sind gerade die Absprachen und damit die direkte Kontrolle der US-Medien durch die „Förderer der politischen Klassen“ wahre Augenöffner.

Im Grunde genommen wissen wir seit Jahrzehnten, dass die öffentliche Meinung durch Propaganda jederweder Art (politisch, systemisch, usw.) manipuliert wird. Schon 1988 schrieb der angesehene Autor Noam Chomsky in seinem Buch Manufacturing Consent: The Political Economy of the Mass Media (Konsens erzielen: Die politische Ökonomie der Massenmedien) über die „Andienung der Mainstreammedien an die Wirtschaft, das Militär und die Politik“. Chomsky brachte damals die Idee des „Propagandamodells“ auf und es ist trotz der Veröffentlichung vor fast 30 Jahren genauso aktuell wie damals (vielleicht sogar noch mehr), den es zeigte schon 1988 auf, was wir gerade anhand der Podesta-Emails feststellen können:

Die Medien dienen den mächtigen gesellschaftlichen Interessen und betreiben Propaganda im Auftrag derer, die sie kontrollieren und finanzieren. Die Vertreter dieser Interessen haben wichtige Agendas und Prinzipien, die sie vorantreiben wollen, und sie sind gut positioniert, um die Medienpolitik zu gestalten und einzuschränken.

(The media serve, and propagandize on behalf of, the powerful societal interests that control and finance them. The representatives of these interests have important agendas and principles that they want to advance, and they are well positioned to shape and constrain media policy.)

Dies im Hinterkopf behaltend, wollen wir einen Blick auf die zehn wichtigsten Emails werfen, die die Absprache zwischen der Clinton-Wahlkampagne und der Hochleistungspresse aufzeigen (mit direkten Links auf die jeweiligen WikiLeaks-Veröffentlichung): …

http://www.konjunktion.info/2016/10/hillary-clinton-wenn-sich-die-mainstreammedien-mit-einem-kandidaten-gemein-machen-aus-den-wikileaks-veroeffentlichungen/

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