George Soros und der IWF: Ziemlich beste Freunde

Schulden als Massenvernichtungswaffe, die Popper-Mont-Pèlerin-Connection und “Verschwörungstheorie” nach Popper: Soros-Leaks Teil 3

– Thomas Barth

Der IWF ist das finanzpolitische Schlachtschiff des Neoliberalismus. Seine Freunde erklären eine fiskalische Umverteilung von Einkommen von den Reichen zu den Armen zur überkommenen Politik; sozialistische Länder lobt der IWF ungern, auch wenn sie ökonomisch exzellente Entwicklungen vorweisen können, wie das Bolivien des Evo Morales.

Der Sozialist Morales verbat sich neoliberale IWF-Ratschläge und forderte den IWF stattdessen auf, Wiedergutmachung für seine katastrophale Politik zu leisten, die eine Schneise der Verelendung durch zahlreiche Gesellschaften der Dritten Welt geschlagen hat; eine Schneise, die inzwischen bis nach Europa, besonders Griechenland reicht.

Das größte Fiasko des IWF war bislang die Asienkrise 1997, als deren Auslöser viele die Spekulation von Soros gegen den thailändischen Bath sehen. Zufällig war Soros’ alter Kumpel Sir Malloch Brown ein Experte für Thailand (UN-Beauftragter 1979-83) und zur Zeit der Krise sogar bei der Weltbank für die Region zuständig, was vermutlich den Zugang zu Informationen der Zentralbank in Bangkok erleichtert haben dürfte.1

Die “Rockstars” der Globalisierung

Die angeblichen Rettungsmaßnahmen des IWF zeigten sich rückblickend als Hilfen eher für die Spekulanten und ihre Hedgefonds. Thailand stand am Ende ruiniert und verarmt da, auch andere zuvor noch als “Tigerstaaten” bezeichnete Länder wurden verelendet. Doch westliche Medien fanden damals andere Töne, frei von Kritik am IWF und voller Bewunderung für die “rauhen Individualisten” in ihren mächtigen Hedgefonds, deren Manager sich selbst zu “Rockstars” der Globalisierung hochjubeln durften: …

http://www.heise.de/tp/features/George-Soros-und-der-IWF-Ziemlich-beste-Freunde-3376013.html

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