Tolle Sanktionen

Wie der ehemalige US- Vizepräsident Joe Biden 2014 bei einer Rede an der Kennedy School of Government an der Universität Harvard freimütig bekannte, wurden die Europäer gegen ihren Willen von der US- Administration dazu gezwungen, die in Washington beschlossenen Sanktionen gegen Russland umzusetzen

– Denkbonus

Bis heute hat dieser Entschluss der EU mehr als eine Billion Euro an Verlussten eingetragen. Tausende Firmen mussten im Zuge der Sanktionen schließen und bis zu einer halben Million Arbeitsplätze gingen europaweit verloren. Auch Russland hatte unverschuldet unter den Sanktionen zu leiden, allerdings milder als die EU.

Geschäfte mit Russland

Im selben Zeitraum verkaufte der US- Konzern Cisco sensible Technologie an den russischen Geheimdienst FSB. Die USA schlossen mit dem russischen Raumfahrtkonzern RKK Energija einen Vertrag über die Lieferung von 60 Raketentriebwerken des Typs RD-181 ab, Gesamtwert eine Milliarde Dollar. Auch in der amerikanischen IT- Branche boomt es dank Russland. So hatte erst unlängst der Chef des russischen Internetmonopolisten mail.ru, Dimitrij Grischin, einen Millionenvertrag mit einem US-Spieleentwickler unter Dach und Fach gebracht. Die Rede ist von der Firma Obsidian Entertainment. Sie gehört dem Kalifornier Feargus Urquhart und entwickelt Computerspiele mit detailgetreuen Darstellungen unterschiedlicher Panzer. Während in Europa die Licher ausgehen, macht der US- Energiekonzern EXXON traumhafte Geschäfte mit dem russsischen Energieriesen Gazprom.

Geschäfte mit dem Iran

Nach der Einigung mit dem Iran im Atomstreit wollten auch deutsche Firmen wieder Geschäfte mit dem Iran abwickeln. Nach deutschem und europäischem Recht waren diese Geschäfte voll und ganz legal. Da sie jedoch gezwungenermaßen in Dollar abgewickelt werden mussten, unterwarfen die USA diese Geschäfte amerikanischer Rechtssprechung und zwangen die involvierten deutschen Unternehmen dazu, hohe Strafen zu zahlen und die verantwortlichen Mitarbeiter zu entlassen. So musste die Commerzbank ihrem Angestellten Lars Christiansen kündigen. Dieser hatte noch bis 2008 den Zahlungsverkehr mit einer iranischen Reederei geregelt. Das Arbeitsgericht Frankfurt und das Hessische Landesarbeitsgericht waren gezwungen, diesen Entschluss zu bestätigen.

Auch das Vorstandsmitglied der Deutschen Forfait AG, Ulrich Wippermann, wurde auf Druck der USA im Februar 2014 gefeuert. Wippermann hatte von diversen Exporteuren offene Forderungen abgekauft um sich das Geld anschließend von den Auslandskunden zurückzuholen. Nach deutschem und europäischem Recht ein legaler Vorgang. Aber die Drohung von US- Seite, die Firma ebenfalls auf die schwarze Liste zu setzen, zwang diese dann, sich dem Willen der US- Administration zu beugen und ihren Mann auf die Straße zu setzen.

US- Firmen hingegen machen glänzende Geschäfte mit dem Iran. …

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