Enttarnt: Die Umverteilung vom Volk zu den Mega-Reichen

Der weltweite Schuldenberg ist im vergangenen Jahr auf 215 Billionen Dollar (202 Billionen Euro) angewachsen. Dahinter verbirgt sich die Umverteilung vom Volk zu den Mega-Reichen. Und das Geheimnis, wie man mit Geld-Schwindel so richtig reich wird.

– Wolfgang Freisleben

Politiker und Ökonomen quittieren die jüngsten Horrorzahlen der weltweiten Verschuldung wie üblich mit Schweigen. Warum? Weil sie nichts vom Geld und dem weltweit herrschenden Finanzsystem verstehen. Auch das Institute for International Finance, der weltweite Verband der Finanzbranche mit Sitz in Washington, von dem die Zahlen stammen, ersparte sich Erläuterungen. Außer, dass die Summe 325 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung entspreche.

Besonders in den Schwellenländern habe es „einen spektakulären Anstieg“ auf 55 Billionen Dollar gegeben, weil vor allem Unternehmen der Kategorie „Nicht-Banken“ mehr Verbindlichkeiten aufnahmen. Ach ja, und weil die Zinsen weltweit eher nach oben gehen, sei dies „ein wachsender Grund zur Sorge“, wurde am Rande vermerkt.

Umverteilung von den armen Schuldnern zu den Reichen

Aber was bedeutet das wirklich? Primär eine gigantische jährliche Umverteilung durch die Zinszahlungen von den armen Schuldnern zu den reichen Gläubigern.

Die arbeitenden Menschen zahlen die Zinsen für ihre Hypothekar- und Konsumentenkredite direkt aus ihren laufenden Einkommen. Staaten zahlen sie mit den Steuern auf diese Einkommen.

Und natürlich stecken auch Zinsen in allen Waren und Dienstleistungen, deren Herstellung, Verarbeitung und Vertrieb großteils kreditfinanziert ist. Von der Windel bis zum Sarg schmachtet also jeder Mensch in der Zinsknechtschaft.

Diese ständig ausufernde Umverteilung bewirkt eine weitere Verschiebung der Machtverhältnisse auf dem gesamten Globus: Weg von den Bürgern und ihren Regierungen hin zu den ohnedies bereits allmächtigen Großbanken und ihren Eigentümern – den anonymen „Finanzmächten“. Denn wer die Schulden kontrolliert, kontrolliert die Schuldner. Und das sind in erster Linie die Staaten.

Banken verleihen Geld, das sie aus dem Nichts zaubern

Der Clou dabei ist: Die Banken verleihen Geld, das sie aus dem Nichts herbei zaubern – wie Mephisto in Goethe’s Faust. Im Fachjargon „Geldschöpfung im Geschäftsbankensystem“ genannt. Denn das westliche Geld- und Finanzsystems ist auf „Fiat money“ aufgebaut. Der Name ist abgeleitet vom lateinischen „fiat“ – es entstehe (fiat lux = es werde Licht). Eine andere Bezeichnung lautet „Giralgeld“ – Geld, das im Computer mit einer Zeile erzeugt wird. Mehr ist es nicht. Keine Spareinlagen oder sonstiges Geld. Mit jedem Kredit entsteht also Geld aus dem Nichts, aus Luft.

Seit der Gründung der Bank of England 1694, dann zusätzlich des US-Federal Reserve Systems 1914 und schließlich der Europäischen Zentralbank (EZB) am 1. Juni 1998 konnten die geheimen Drahtzieher der Geldmaschinerie gigantische Reichtümer zusammenraffen. Denn diese Zentralbanken erzwingen, dass in ihrem Einflussbereich das lukrative Geschäft mit der Staatsfinanzierung über die Geschäftsbanken laufen muss.

Finanz-Professor Richard Werner: Geld-Trick der Banken nachgewiesen

Deren Luft-Geld-Trick hat erstmals der an der englischen Universität von Southampton lehrende deutsche Professor Richard Werner 2013 empirisch nachgewiesen. Der Finanz-Ökonom reiste mit einem Team der staatlichen englischen TV-Gesellschaft BBC zu 3 deutschen Banken, wo er dokumentierte, wie sich die Geldschöpfung aus dem Nichts durch die Krediteinräumung in der Bank-Buchhaltung niederschlägt.

Bestätigt hat dies die Bank of England in ihrem Quartalsbericht vom März 2014, mit dem sie der Studie des Finanz-Professors zuvorkommen wollte und glasklar mitteilte: Nur 3 Prozent des weltweiten Geldes stamme von Zentralbanken, 97 % von den Geschäftsbanken – eben durch Schaffung von Kreditgeld „aus Luft“. …

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#GeldRegiert

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