Selbstmordanschlag in Manchester: Die offizielle Darstellung gerät ins Wanken

Die Behauptung der britischen Premierministerin Theresa May, der Selbstmordattentäter von Manchester Salman Ramadan Abedi sei dem Geheimdienst nur „bis zu einem gewissen Punkt“ bekannt gewesen, wurde in weniger als 24 Stunden als Lüge entlarvt.

– Julie Hyland

Aussagen von Abedis Bekannten und eine Reihe von Leaks aus dem amerikanischen und französischen Geheimdienst machen deutlich, dass der 22-Jährige bei den Geheimdiensten als ernsthafte Gefahr für die öffentliche Sicherheit bekannt war. Bei seinem Anschlag auf dem Konzert von Ariana Grande in der Manchester Arena am Montagabend riss er 22 Menschen mit in den Tod.

Der britische Geheimdienst wurde bereits vor fünf Jahren gewarnt, Abedi sei ein potenzieller Selbstmordattentäter. Laut der BBC hatten während seiner Studienzeit zwei seiner Freunde die Polizei angerufen, weil sie befürchteten, „er würde Terrorismus unterstützen“. Zudem soll er die Ansicht geäußert haben, „Selbstmordattentäter zu sein, wäre in Ordnung“.

Der NBC-Reporter Richard Engel twitterte, ein amerikanischer Geheimdienstler hätte der Presse erklärt, Abedis Familie habe die britischen Sicherheitsbehörden gewarnt, dass er „gefährlich“ sei.

Der französische Innenminister Gerard Collomb enthüllte, dass Abedi „nachweislich“ Kontakte zum Islamischen Staat hatte. Er erklärte außerdem, der britische und französische Geheimdienst hätten über Informationen verfügt, laut denen Abedi erst vor kurzem von einem Aufenthalt in Syrien zurückgekehrt sei.

Die britische Innenministerin Amber Rudd und das Büro von May warfen den amerikanischen Geheimdiensten vor, ihre Leaks würden die „operative Integrität“ der Ermittlungen gegen Abedi schädigen. In Wirklichkeit befürchten sie, dass die Enthüllungen ihre Bemühungen, jede Kritik an der offiziellen Darstellung des Anschlags als „Verschwörungstheorie“ darzustellen, unterlaufen könnten.

Die derzeitigen Ereignisse folgen einem wohlbekannten Muster. Schon kurz nach solchen Gräueltaten stellt sich heraus, dass die Täter den Sicherheits- und Geheimdiensten bekannt waren. Allerdings konnten sie ihnen jedes Mal aus nie erklärten Gründen „durch die Lappen gehen.“ Doch die behaupteten Fehler und Pannen sind unglaubwürdig. Die einzige plausible Erklärung ist, dass diese Personen von Kräften innerhalb des Staates geschützt werden. …

https://www.wsws.org/de/articles/2017/05/26/brit-m26.html

#Terrormanagement

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