Marktradikal und unsozial: Union, FDP und AfD im Vergleich

Die Zahl der Obdachlosen beträgt bereits eine halbe Million Menschen. Jeder 10. Bundesbürger lebt auf Sozialhilfeniveau. Ebenso viele arbeiten für Niedriglohn. 3 Millionen Kinder gelten als arm. Die sozialen Missstände in Deutschland sind offensichtlich. Doch adäquate Lösungsvorschläge haben weder CDU/CSU, noch AfD oder FDP.

– Susan Bonath

Die Unionsparteien CDU und CSU verkaufen sich als Chefmanager einer angeblich überstandenen Wirtschaftskrise. Dank ihrer Weitsicht gehe es der Bundesrepublik gut, wird Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht müde zu betonen. Ihr Wahlprogramm knüpft daran an: „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.“ Mit Blick auf das Exportgeschäft stimmt das sogar. Einen Rekordüberschuss nach dem anderen meldeten Wirtschaftsverbände und das Statistische Bundesamt in den vergangenen Jahren.

An den Abgehängten geht das vorbei. Selbst von der Bundesregierung veranlasste Studien offenbaren das. Laut diesjährigem Armutsbericht verdienen heute 40 Prozent der Beschäftigten real weniger als in den 1990er Jahren. Dem kürzlich vorgestellten Familienreport zufolge leben fast drei Millionen Kinder – ein Fünftel – mit ihren Familien an der Armutsgrenze. Von den Alleinerziehenden ist sogar die Hälfte betroffen.
Zelte Obdachloser unter einer Brücke im Regierungsviertel von Berlin, Deutschland, 17. März 2017.

Eine Umverteilung ist nicht in Sicht. Die Union, die mit Angela Merkel an der Spitze gute Aussichten auf eine weitere Regierungsperiode hat, klammert am marktradikalen Lohnarbeits- und Eigentumsmodell. In diesem grundsätzlichen Punkt unterscheidet sie sich nicht von den programmatischen Inhalten der FDP und der AfD. …

https://deutsch.rt.com/inland/57595-marktradikal-und-unsozial-union-fdp-afd/

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