Das Leiden in Lugansk und die Grenzen deutscher Barmherzigkeit

Wenn es um humanitäre Hilfe für Donezk und Lugansk geht, zeigen sich deutsche Abgeordnete und die großen deutschen Hilfsorganisationen kalt und abweisend. In den nicht anerkannten „Volksrepubliken“ scheinen nur „Separatisten“ und „russische Soldaten“, aber keine Menschen zu wohnen.

– Ulrich Heyden

Am 11. September kam der siebte Zwanzig-Tonnen-Laster mit ausgemusterter medizinischer Ausrüstung aus Thüringer Krankenhäusern im ostukrainischen Kriegsgebiet Lugansk an. Ausgeladen wurden die multifunktionalen Krankenhaus-Betten, Beistelltische und das Verbandsmaterial vor dem Büro der von der Regierung in Lugansk autorisierten Hilfsorganisation „Bumerang der Güte“. Die kostenlos von Thüringer Krankenhäusern abgegebene Ausrüstung wurde zunächst eingelagert und dann auf Krankenhäuser in Lugansk, Perwomajsk und Stachanow verteilt.

Es ist schon der siebte Transport, den das Aktionsbündnis „Zukunft Donbass“ aus Jena in den letzten zwei Jahren in die international nicht anerkannte „Volksrepublik Lugansk“ entsendet hat. Die Aktionsgruppe aus Jena ist eine der wenigen privat organisierten Initiativen aus Deutschland, die noch humanitäre Hilfe in die Ukraine schicken. Die Bedeutung dieser Hilfe für die Krankenhäuser im Kriegsgebiet ist enorm, denn keine einzige deutsche Stiftung oder humanitäre Großorganisation, wie etwa das Deutsche Rote Kreuz, leisten in den international nicht anerkannten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk Hilfe.

Deutsches Außenministerium: „Das ist illegal aber gut“

Es sind die kleinen privaten Organisationen, die dafür sorgen, dass das Ansehen Deutschlands in Lugansk und Donezk etwas aufgebessert wird. Doch das deutsche Außenministerium bringt nicht den Mut auf, die humanitäre Hilfe aus Thüringen öffentlich zu unterstützen.

Raissa Steinigk vom Aktionsbündnis „Zukunft Donbass“ berichtet, sie sei vom deutschen Außenministerium angerufen worden. Man habe ihr gesagt, dass sich die ukrainische Botschaft beim deutschen Außenministerium beschwert hat. Das Außenministerium habe ihr daraufhin gesagt, was die Initiative aus Jena mache, „sei zwar gut aber illegal“. Insgesamt sei das Telefon-Gespräch mit dem Außenministerium in Berlin gut verlaufen, sagte die Aktivistin in einem Gespräch mit dem Autor. Man habe ihr mitgeteilt, sie solle „das Leben der medizinischen Geräte verlängern“. …

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