Hilfe für Dschihadisten

Moskau wirft USA vor, »Islamischen Staat« mit sensiblen Daten über syrische Armeestellungen versorgt zu haben

– Karin Leukefeld

Die Kämpfe an den verbliebenen Fronten in Syrien nehmen an Härte zu. In Idlib und angrenzenden Gebieten führt die russische Armee einen Feldzug gegen die Fatah-Al-Scham-Front. Die Vertreterin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Syrien, Marianne Gasser, sprach von einer »besorgniserregenden Zunahme militärischer Operationen, mit denen eine wachsende Zahl an zivilen Todesopfern« einhergingen.

Im Osten des Landes liefern sich die syrische Armee und ihre Verbündeten – Russland, Iran und die libanesische Hisbollah – einen Wettlauf mit der von der US-geführten »Anti-IS-Allianz« um die Kontrolle der Erdöl- und Gasfelder an der syrisch-irakischen Grenze. In Rakka und Umgebung werden fast täglich Dutzende Menschen bei den Luftangriffen der »Anti-IS-Allianz« getötet.

Bei der Stadt Sukhne, östlich von Palmyra an der Straße nach Deir Al-Sor gelegen, versuchen verbliebene Einheiten des »Islamischen Staates« (IS) die Verbindungsstraße zu kappen. Das russische Verteidigungsministerium wirft dem Pentagon vor, die Kämpfer mit sensiblen Daten der US-Luftaufklärung über syrische Armeestellungen in dem Gebiet versorgt zu haben. Der IS operiere aus einem »schwarzen Loch« bei der illegal von der US-Armee und deren Verbündeten errichteten Sperrzone um den Ort Al-Tanf an der syrisch-irakischen Grenze.

Nach Angaben der US-Armee bilden US-amerikanische, britische und norwegische Spezialkräfte auf der Basis eine »Neue Syrische Armee« aus, um gegen den IS zu kämpfen. Seit Inbetriebnahme der Basis im April 2017 habe man nicht eine einzige Anti-IS-Operation aus dem Camp registrieren können, sagte Generalmajor Igor Konashenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, am Freitag.

Die US-Armee lasse auch keine Hilfskonvois durch die 100 Kilometer Sperrzone um das Lager passieren, kritisierte Moskau. Unweit von Al-Tanf liegt ein Flüchtlingslager, in dem rund 60.000 Vertriebene aus Rakka und Deir Al-Sor leben. Diese Menschen würden von der US-Basis als »menschliche Schutzschilde« benutzt. …

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#USandISIS

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