Polizistenmord vor den Augen der Polizei?

NSU-Ausschuss von Baden-Württemberg geht Aussagen von Zeugen nach, die vor dem Anschlag in Heilbronn mehrere Streifenwagen um den Tatort herum sahen

– Thomas Moser

Ein Zeuge kann sich schon mal irren – aber fünf? Als am 25. April 2007 in Heilbronn die Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter erschossen und ihr Kollege Martin Arnold lebensgefährlich verletzt wurde, wollen mindestens fünf Zeugen unabhängig voneinander vor dem Anschlag je einen Streifenwagen am Tatort oder in der Nähe gesehen haben. Kiesewetter und Arnold können das nicht gewesen sein, weil sie noch im Polizeirevier oder auf der Anfahrt zu dem Gelände waren. Das Verdächtige: Der oder die Streifenwagen, die Besatzung und ihr möglicher Auftrag sind nicht identifiziert. Lediglich Phantome – oder Indizien eines unbekannten Geschehens?

Auf die ungeklärte Streifenwagen-Spur hat der Autor dieses Textes wiederholt hingewiesen, auch auf Telepolis, zuletzt in einer Radiosendung der ARD.

Aber auch dem ersten NSU-Untersuchungsausschuss von Baden-Württemberg wurde der Sachverhalt bereits im Februar 2015 unterbreitet. Erst jetzt beschäftigt sich U-Ausschuss No. 2 damit. Nach einer Beamtin des Landeskriminalamtes (LKA), die nur ein Achselzucken für die Frage übrig hatte, wurde in der jüngsten Sitzung Ende November der erste Leiter der Sonderkommission Parkplatz dazu befragt. Doch auch er kann die Widersprüche zur offiziellen Version nicht auflösen. Nach Ansicht der Bundesanwaltschaft (BAW) geht der Polizistenmord von Heilbronn ausschließlich auf das Konto der beiden NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. …

https://www.heise.de/tp/features/Polizistenmord-vor-den-Augen-der-Polizei-3906507.html

#NSU

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