Von einem freien Internet zurück in die Steinzeit

Endet die Netzneutralität auf dem Weg in die Mediendiktatur als Fußnote der Geschichte?

– Rubikon Weltredaktion

Kann man wirklich noch daran zweifeln, dass der Zugang zu einem relativ freien und offen zugänglichen Internet im Westen seinem baldigen Ende zugeht? In China und anderen autokratischen Regimes haben die Führungen einfach das Internet nach ihrem Willen „verbogen“ und Inhalte, die die Regierung gefährden könnten, einfach zensiert. Im „demokratischen“ Westen jedoch wird das anders gemacht. Der Staat muss nicht direkt eingreifen – er lässt andere Unternehmen seine schmutzige Arbeit verrichten.

Schon nächsten Monat könnte das Netz der exklusive Spielball der größten dieser Unternehmen werden, die fest entschlossen sind, den größtmöglichen Profit aus der Bandbreite seiner Möglichkeiten zu schlagen. Währenddessen nimmt man uns die Mittel, um an kritischem Denken, Dissens und gesellschaftlicher Mobilisierung teilnehmen zu können – wenn nämlich „Netzneutralität“ eine historische Fußnote wird, eine Zahnungsphase im Prozess des „Heranreifens“ des Internets.

Im Dezember plant die US Federal Communications Commission (unabhängige Behörde in den USA, die die Kommunikationswege Rundfunk, Satellit und Kabel regelt; A.d.Ü.), bereits beschädigte Verordnungen, die nur noch den Schein einer „Netzneutralität“ wahren sollen, abzuschaffen. Ihr Vorsitzender, Ajit Pai, und Internet-Unternehmen möchten diese Regeln hinwegfegen – gerade so, wie auch der Bankensektor seine Finanzregulierung losgeworden ist, um unsere Wirtschaft zu gewaltigen Ponzi-Systemen aufzublähen.

Das könnte den Todesstoß für die Linke und ihrer Fähigkeit, sich in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen, bedeuten.

Mit dem Anheizen einer eigennützigen moralischen Panik vor „Fake News“ haben politische Führungskräfte gemeinsam mit den Konzernmedien den Weg hierfür geebnet. Fake News, so argumentierten sie, erschienen nur online, nicht in den Printerzeugnissen der Konzernmedien – derselben Medien, die uns das Märchen von den Massenvernichtungswaffen im Irak verkauft und so effektiv ein Einparteiensystem mit zwei Gesichtern gestützt haben. Es scheint, als müsse die Öffentlichkeit nur vor Bloggern und Websites geschützt werden.

Die Giganten unter den Sozialen Medien haben schnell reagiert. Es wird immer deutlicher, dass Facebook in die Informationsverbreitung progressiver Aktivisten eingreift. Es schließt bereits Accounts und beschränkt deren Reichweite. Diese Entwicklung wird sich nur noch beschleunigen.

Google hat seine Algorithmen derart verändert, dass die Suchergebnisse für bekannte linksorientierte Seiten in der Rangfolge dramatisch abgefallen sind. Es wird immer schwieriger, an alternative Nachrichten(quellen) zu kommen, weil sie bewusst und aktiv dem Blick entzogen werden.

Google hat diese Wochen diesen Prozess intensiviert, indem es RT und Sputnik „herabgestuft“ hat. Diese beiden Nachrichtenseiten, von denen zwar eine als einseitig pro-russisch angesehen werden muss, bilden ein wichtiges Gegengewicht zur anti-russischen Propaganda, die von westlichen Medien verbreitet wird. Diese zwei Nachrichtenseiten werden für die große Mehrheit ihrer Leser so gut wie zensiert sein. …

https://www.rubikon.news/artikel/von-einem-freien-internet-zuruck-in-die-steinzeit

#FakeNews

This entry was posted in Bildung, Bürgerbewegung, Freiheit, Geldsystem, Politik, Propaganda, Selbstorganisation, Technik and tagged , , , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply