Frieden im neuen Jahr! – oder: „Die Waffen nieder!“

Offener Brief eines besorgten Bürgers an die Partei-Vorsitzenden im Land.

– Rudolf Hänsel

„Das allseitige Suggerieren ‚des‘ (nicht: ‚eines‘) kommenden Weltkrieges will nicht aufhören“, schrieb die österreichische Pazifistin und Friedens-Nobelpreisträgerin Bertha von Suttner am 4. April 1914 in ihren Randnotizen „Der Kampf um die Vermeidung des Weltkrieges“. Drei Monate später brach er aus. Bereits 1889 erschien Suttners weltberühmter Roman „Die Waffen nieder!“, in dem sie die Schrecken des Krieges aus Sicht einer Ehefrau beschreibt. Sie definierte Frieden als naturrechtlich verbürgten Normalzustand, dem der Krieg als eine Folge menschlichen „Irrwahns“ gegenüberstehe. Dadurch wird das Recht auf Frieden völkerrechtlich einforderbar. Es lohnt sich, sich noch einmal in aller Ruhe in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg einzulesen und sie mit der heutigen zu vergleichen.

Man hat den Eindruck, als spräche Bertha von Suttner von heute. „Die Waffen nieder!“ Das ist auch meine Forderung an die Partei-Vorsitzenden Deutschlands anlässlich der bevorstehenden Regierungsbildung. Das heißt: Aussteigen aus den verhängnisvollen Bündnis-Verpflichtungen mit der US-NATO, Beendigung aller Kriegsbeteiligungen, US-Atomwaffen raus aus Deutschland und Umstellung der boomenden Kriegswirtschaft auf Friedenswirtschaft („Schwerter zu Pflugscharen“) als Regierungsprogramm. Die meisten Mitbürger stimmen mit mir darin überein.
Kriege sind nicht mehr verantwortbar, sie sind obsolet geworden!

Wir Bürger können nicht in Ruhe leben, arbeiten und Vorsorge für uns und unsere Kinder treffen, wenn ständig das Damoklesschwert einer bevorstehenden atomaren Vernichtung über unserem Haupt schwebt. Ich bin Experte für die Prävention von Schulgewalt, forsche und veröffentliche seit Jahrzehnten auf diesem Gebiet und weiß, dass Schüler in der Schule nicht in Ruhe lernen können, wenn dort ein Klima der Gewalt vorherrscht und gewalttätige Burschen kleinere, schwächere Mitschüler bedrohen.

In gleicher Weise können wir Bürger uns nur unzureichend auf das Wesentliche konzentrieren angesichts des Gewaltklimas in der Gesellschaft und der immer wiederkehrenden – völkerrechtswidrigen und verbrecherischen – Drohung eines US-Präsidenten, das schwächere Nord-Korea atomar auszulöschen oder einen präemptiven Atomschlag gegen Russland zu führen. Die Folge wäre jeweils eine nicht mehr zu kontrollierende Kettenreaktion von Verwüstungen weltweit.

Schon der Erste Weltkrieg war kein konventioneller Krieg mehr, er war Genozid, Völkermord, Volksmord. Und seither sind die illegalen Angriffskriege – vorwiegend nukleare Kriege mit „schmutzigen“ Bomben und postatomare Kriege – noch mörderischer, hinterhältiger, flächendeckender, genozidaler geworden. Sie sind Vorbereitungen zur „Endlösung der Menschenfrage“ (Heer).

All diese Kriege folgen einer geheimen geostrategischen Agenda des Hegemons zur Sicherung der Weltherrschaft. Die Entvölkerung ressourcenreicher Regionen und Länder ist das Ziel. Sogar vor der Auslöschung des gesamten menschlichen Lebens (Omnizid) schrecken die herrschenden Eliten nicht zurück. Und die Massenmedien sind „das Werkzeug des Kriegsministeriums (…) im Dienste der Verdummung der Massen, der Hetze und Hasspropaganda“ (Bertha von Suttner).

Bereits vor vier Jahren stellte ich in einem Offenen Brief an die Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD acht Forderungen an die künftige Bundesregierung (NRhZ vom 6.11.2013). Die erste und wichtigste lautete schon damals: „Kriege sind nicht mehr verantwortbar – Internationale Konflikte nur mit friedlichen Mitteln lösen!“ Von deutschem Boden solle nie wieder Krieg ausgehen (Grundgesetz-Forderung) und die deutsche Regierung solle in allen internationalen Gremien ihre gewichtige Stimme zum Segen der Menschheit einbringen, indem sie darauf hinwirkt, dass völkerrechtswidrige Angriffskriege gegen souveräne Staaten unterbleiben und internationale Konflikt nur mit friedlichen Mitteln (Dialog und Begegnung) gelöst werden. …

https://www.rubikon.news/artikel/frieden-im-neuen-jahr

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