Der Giftanschlag auf Skripal: Eine Kriegsprovokation

Die Kampagne der europäischen imperialistischen Mächte und der USA um den Giftanschlag auf den ehemaligen russischen Spion und britischen Doppelagenten Sergei Skripal stinkt zum Himmel.

Ohne jegliche Beweise werden weitreichende und folgenschwere Unterstellungen verbreitet.

– Chris Marsden

Bei dieser Propagandaoffensive geht es nicht darum, was am 4. März in einem Park in Salisbury tatsächlich geschah. Vielmehr soll ein Vorwand für eine massive Eskalation des Kriegskurses in Syrien, dem Nahen Osten und gegen Russland geschaffen werden.

Als Skripal und seine Tochter auf einer Parkbank entdeckt wurden, erklärte die Polizei zunächst, die Klärung des Vorfalls werde Wochen oder sogar Monate beanspruchen. Doch die britische Regierung erklärte den Fall schneller für gelöst, als es in einer normalen strafrechtlichen Untersuchung möglich gewesen wäre.

Am 12. März erklärte Premierministerin Theresa May es für „höchst wahrscheinlich“, dass Russland für einen „willkürlichen und unverantwortlichen Akt gegen das Vereinigte Königreich“ verantwortlich sei. Außenminister Boris Johnson verkündete am Freitag: „Wir liegen im Streit mit dem Kreml unter Putin und seiner Entscheidung, in Großbritannien Nervengift einzusetzen – und wir halten es für höchst wahrscheinlich, dass es seine Entscheidung war.“

Die USA, Frankreich und Deutschland gaben am Donnerstag ihre Unterstützung für die Haltung der britischen Regierung bekannt. In einer Stellungnahme bezeichneten sie den Giftanschlag als den „ersten Einsatz eines Nervengiftes zum Angriff in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.“ US-Präsident Trump erklärte am Donnerstag: „Es sieht eindeutig so aus, als würden die Russen dahinterstecken“. Seine Regierung kündigte neue Sanktionen gegen Russland an.

Die Geschwindigkeit, mit der sich die imperialistischen Großmächte hinter die Verlautbarungen Großbritanniens stellen, zeigt deutlich, dass sie einem längst fertigen Plan folgen, der nur noch eines passenden Anlasses bedurfte.

Die Darstellung der britischen Regierung strotzt vor Widersprüchen und ist durch nichts belegt. Sie basiert allein auf der Analyse der Biowaffenforschungsanlage und Produktionsstätte für Massenvernichtungswaffen Porton Down, die nur 16 km von Salisbury entfernt liegt. Diese hatte zunächst angegeben, das Gift sei ein Nervengas wie Sarin oder VX gewesen, mittlerweile behauptet sie jedoch, es handele sich um einen Kampfstoff eines „in Russland entwickelten Typs“ namens Nowitschok.

Der ehemalige britische Botschafter und Schriftsteller Craig Murray erklärte, die Formulierung „in Russland entwickelt“ sei mit Bedacht gewählt worden. Er berief sich auf eine Quelle in der britischen Regierung, die bestätigte: „Die Wissenschaftler in Porton Down können nicht feststellen, dass das Nervengas in Russland entwickelt wurde, und ärgerten sich, dass sie zu dieser Aussage gedrängt wurden.“ …

http://www.wsws.org/de/articles/2018/03/19/skri-m19.html

#Kriegslügen

 

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