Kriegslügen: Großbritannien und Deutschland blamieren sich im Fall Skripal bis auf die Knochen

“Man muss also unterstellen, dass die Eskalationspolitik samt der Ausweisung russischer Diplomaten von Berlin genau so gewollt ist und die Regierung vorsätzlich Falschinformationen verbreiten lässt.”

– Jens Berger

Nachdem der Leiter des britischen Chemiewaffenlabors in Porton Down die Darstellung des britischen Außenministeriums, nach der das in Salisbury eingesetzte Nervengift aus Russland stamme, am Dienstag ins Reich der Fake News verbannte, gerieten die britische Regierung und ihre Koalition der Willfährigen, zu der auch Deutschland gehört, unter Zugzwang. Doch May und Johnson lernen offenbar schnell aus ihren Fehlern.

Schnell wurden die enttarnten Lügen durch neue „alternative Fakten“ ersetzt, die „aus Gründen der Geheimhaltung“ zwar weder verifizierbar noch falsifizierbar, dafür aber bereits im Ansatz komplett unglaubwürdig sind. Auch die deutsche Regierung macht bei diesem absurden Theater mit. Derweil zeigen Großbritannien und die EU auch, was sie vom Völkerrecht und internationalen Organisationen halten – nämlich gar nichts. Man will sich offenbar nicht in die Karten schauen lassen und weiß sicher ganz genau warum.

Eigentlich sollte man ja annehmen, dass die britische Regierung und allen voran Boris Johnson nun – nachdem klar ist, dass sie Fake News verbreitet haben – innen- und außenpolitisch unter Druck geraten. In einer besseren Welt würde nun beispielsweise das Auswärtige Amt in Berlin skeptisch bei den Kollegen in Whitehall anrufen und um Aufklärung in der Sache „Skripal“ bitten. Schließlich hat auch Berlin auf Basis der britischen Fake News russische Diplomaten ausgewiesen – beileibe kein freundschaftlicher Akt. Dabei wollte man noch nicht einmal dem Völkerrecht folgend die Ermittlungsergebnisse des OPCW-Berichts abwarten, der Anfang nächster Woche vorgelegt wird. Ohne handfeste Beweise, ja sogar ohne ein einziges Indiz, hat man im blinden Kadavergehorsam Theresa May und Boris Johnson einen Blankoscheck ausgestellt, der schon kurze Zeit später geplatzt ist.

Doch die Bundesregierung verbittet sich Kritik und zeigt sich nun um so solidarischer mit den Briten und ihren Fake News. Es gäbe zwar keine Fakten, aber man wisse schon, dass die Briten Recht haben. Mit Verweis auf den „Quellenschutz“ könne man aber nichts Näheres sagen. Das ist peinlich und intransparent, aber auch clever – denn wenn man seine alternativen Fakten nicht auf den Tisch legt, kann man auch nicht der Lüge überführt werden. Und die lammfrommen Medien werden einem daraus schon keinen Strick drehen. Wer sich die Bundespressekonferenz zum Thema anschaut, weiß nicht, ob er sich nun ärgern oder fremdschämen soll – eine derart peinliche Aneinanderreihung von Ausflüchten und alternativen Fakten hätte selbst Kellyanne Conway vor Neid und Pein erblassen lassen. …

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#Skripal#Kriegslügen

 

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