Trump droht Damaskus und Russland wegen Chemiewaffenangriff in Douma

Wie schon vor einem Jahr spielen die Weißen Helme mit ihren Berichten und vor allem Bildern eine entscheidende Rolle

– Florian Rötzer

Nun hat sich auch US-Präsident Donald Trump im Fall des angeblichen Giftgasanschlags in Doura eingeschaltet. Nur auf Hörensagen hatte bereits die Sprecherin des Außenministeriums am Samstag direkt das “Assad-Regime und seine Unterstützer” und “letztlich” Russland dafür verantwortlich gemacht. Noch ist freilich nicht erwiesen, ob es sich tatsächlich um einen Angriff mit Chlorgas handelt, zudem ist zu hinterfragen, ob die Berichterstatter vor Ort, vor allem die White Helmets (Weißen Helme) bzw. Syria Civil Defence, vertrauenswürdig sind (Die obskuren White Helmets), die behaupten, ein Hubschrauber der syrischen Armee habe eine Fassbombe mit Giftgas-Munition in der letzten von Jaish al-Islam gehaltenen Enklave abgeworfen.

Die Weißen Helme sowie die mit diesen kooperierende Syrian American Medical Society (SAMS) berichteten zunächst, dass es 42 Tote und mehr als 500 Verletzte in Folge des Angriffs mit chemischen Waffen gegeben habe. Jetzt ist die Rede von mehr als 70 Toten. Das wiederum wird von der türkischen Nachrichtenagentur AA berichtet, die in engem Kontakt zu den Weißen Helmen und wahrscheinlich auch zu den Dschihadisten steht. Die Weißen Helme beliefern auf jeden Fall die Medien und damit die Weltöffentlichkeit mit Bildern.

Je nach Einstellung belegt der Chemiewaffenangriff die Brutalität des Assad-Regimes oder die der dschihadistischen Milizen, in dem Fall von Jaish al-Islam. Letztere, die sich bislang geweigert hatten, aus Douma abzuziehen, könnten mit einem inszenierten Angriff versucht haben, Damaskus und Russland in Misskredit zu ziehen, so dass das Vorrücken der syrischen Armee eingestellt wird oder gar wieder Angriffe auf Assad-Truppen seitens der USA ausgelöst werden. Das ist die Position Moskaus. Die syrischen Truppen wiederum könnten mit dem Einsatz demonstriert haben, dass sie zu allem entschlossen sind, um die letzte Enklave der Dschihadisten vor Damaskus einzunehmen. Für letzteres könnte sprechen, dass die Dschihadisten gestern zugestimmt haben, aus Doura abzuziehen – vielleicht (Das lässt aufhorchen: Angeblicher Chemiewaffenangriff in Ost-Ghouta).

Bekanntlich beschuldigen Russland und Syrien die Weißen Helme der direkten Zusammenarbeit mit al-Qaida und anderen islamistischen Gruppierungen. Das russische Verteidigungsministeriums hatte schon länger berichtet, von Plänen dschihadistischer Gruppen erfahren zu haben, einen Angriff mit Chemiewaffen durchzuführen, um diesen Damaskus und Moskau anzulasten. …

https://www.heise.de/tp/features/Trump-droht-Damaskus-und-Russland-wegen-Chemiewaffenangriff-in-Douma-4012962.html

#Kriegslügen#Ghouta

 

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