Der Westen will Krieg

– Mathias Broeckers

“Diese Blechköpfe haben einen großen Vorteil. Wenn wir auf sie hören und tun, was sie wollen, ist hinterher niemand von uns mehr am Leben, um ihnen zu sagen, dass sie falsch lagen”, sagte John F. Kennedy zu seinem Berater O’Donell, als sie im Oktober 1962 eine Sitzung mit dem Generalstab verliessen, in der sich die Militärs und fast alle seiner Kabinettsmitglieder außer John McNamara und Robert Kennedy für einen sofortigen Angriff auf Kuba ausgesprochen hatten.

Um einen Krieg zu verhindern, sah JFK nur noch die Möglichkeit, eine letzte Opiton zu nutzen, von denen weder die Militärs noch die Geheimdienste und sein Kabinett zu dieser Zeit wussten: seinen geheimen »Back Channel« mit dem Partei- und Regierungschef auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs, den Kontakt mit Nikita Chruschtschow.

Vermittelt über seinen Bruder und einen in Washington stationierten russischen Journalisten hatte Kennedy kurz zuvor einen Briefwechsel mit dem Kremlchef begonnen, und dieser erst 1993 im Rahmen des Freedom Of Information Act an die Öffentlichkeit gekommene Austausch wirft ein faszinierendes Licht nicht nur auf die aktuelle Krise im Oktober 1962, sondern auch auf die Rolle, die Persönlichkeiten an den Schaltstellen der Macht in entscheidenden Momenten spielen können. Denn auch Chruschtschow fühlte sich umringt von säbelrasselnden Generälen, die von politischen und diplomatischen Problemlösungen wenig und von massiven militärischen Aktionen umso mehr hielten.

So sahen sich beide Staatsmänner genötigt, diskret hinter dem Rücken ihrer Beraterstäbe direkte Verhandlungen miteinander aufzunehmen. Zu welcher Katastrophe es ohne diese beiden um Frieden bemühten Führer im Herbst 1962 hätte kommen können, wurde erst 40 Jahre später bei einer historischen Konferenz in Havanna wirklich klar, als die teilnehmenden ehemaligen Mitglieder der Kennedy-Regierung erfuhren, dass damals nicht nur 12000 russische Truppen auf Kuba stationiert waren, wie die CIA angenommen hatte, sondern insgesamt 40000 – und diese nicht nur mit Mittelstreckenraketen, sondern auch mit nuklearen Sprengköpfen ausgerüstet waren. »Robert McNamara fiel fast vom Stuhl«, schreibt Arthur Schlesinger über diese Konferenz, »als der damalige Chef des Kontingents der Roten Armee auf Kuba das plötzlich enthüllte. … Damit hätten wir niemals gerechnet.«

Diese Szene – aus meinem Buch “JFK-Staatsstreich in Amerika” – fiel mir ein, als ich eben Donald Trumps Kriegserklärung las – und fast alle Hoffnung fahren lassen musste, dass sich ein Krieg  noch vermeiden läßt. Der Westen will unbedingt Krieg und wird ihn bekommen. Die Optionen der Angreifer listet der russisch-amerikanische Militäranalyst The Saker wie folgt: …

https://www.broeckers.com/2018/04/11/der-westen-will-krieg/

#Kriegslügen#Ghouta#Skripal

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