Crashkurs Geheimdienstwesen

In der Schule erfahren wir in aller Regel rein gar nichts über Geheimdienste und geheimdienstliche Methoden, was natürlich eine der gefährlichsten Bildungslücken der Welt darstellt.

– AlexBenesch

Die Geschichte, Wirtschaft und Politik ohne das Wirken von Geheimdiensten verstehen zu wollen, ist in etwa so absurd, wie der Versuch, sich die Biologie ohne Kenntnisse über die Zelle zu erklären. In Deutschland gab es nach der Wende ein wenig Aufklärung über das Wirken der Stasi, wobei sich dies vornehmlich auf Maßnahmen innerhalb der DDR gegen Dissidenten beschränkte, und man richtete Gedenkstätten ein, aber viel mehr ist im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und im Schulunterricht nicht passiert.

Bildung?

Wie lernt man über das geheimste Business der Welt, ohne selbst in ihm zu arbeiten? Die wichtigste Informationsquelle ist und bleibt das Sachbuch. Sachbücher zu dem Thema geben uns zwar allerhand Informationen, müssen aber unbedingt mit Vorsicht genossen und im Kontext verstanden werden, denn sie stammen hauptsächlich von

  • Überläufern ausländischer Geheimdienste: Solche Bücher sind meist stark zensiert, weil der Überläufer bei uns im Westen natürlich von unseren heimischen Diensten abgeschöpft wurde und nichts veröffentlichen darf, das nicht abgesegnet wurde. Oftmals werden Überläufern aus dem Osten sogenannte “Geheimdiensthistoriker” als Ghostwriter und Ko-Autoren an die Seite gestellt, die von Spionage-Unis wie Cambridge stammen. Es kann sich zudem um einen Doppelagenten handeln, also einen falschen Überläufer, der Fakten und Fakes miteinander vermischt und die Aufmerksamkeit von den wichtigsten Personen und Missionen ablenkt.
  • Aussteigern mit zweifelhaften Motiven: Solche Personen könnten wegen Inkompetenz oder Persönlichkeitsstörungen oder Ähnlichem entlassen worden sein, wollen sich nur rächen oder möglichst viel Geld und Aufmerksamkeit erlangen.
  • suspekten Journalisten, die sogar selbst eine heimliche Beziehung zu einem Geheimdienst haben könnten und entsprechende Propaganda verbreiten. Typisch sind große Zeitungsverlage, oder Milliardäre als Gönner im Hintergrund.
  • Hochstaplern, die ihre Kenntnisse übertreiben oder erfinden. Gerade klassische Verschwörungsautoren haben öfters gelogen bis sich die Balken biegen, benutzen Decknamen und erfanden sich eine Hintergrundgeschichte beim Geheimdienst oder erfanden Top-Geheimdienstquellen, mit denen sie angeblich zusammenarbeiteten.
  • ideologischen Fanatikern und einseitigen Gefälligkeits-Schreibern, die beispielsweise nur über westliche Geheimdienste lästern, aber gleichzeitig östliche Dienste in Schutz nehmen bzw. in den Himmel loben. Hierbei kann es sich direkt um Propaganda eines Geheimdienstes handeln, oder das Werk kann zumindest mehr oder minder bewusst unter dem Einfluss von Geheimdienstpropaganda entstanden sein.
  • suspekten Historikern mit zweifelhafter Qualifikation und Motivation: Offizielle “Geheimdiensthistoriker” geben sich gerne unabhängig, stammen jedoch meist von Spionage-Unis wie Cambridge, sind finanziell abhängig von elitären Strukturen, verdienen prächtig als Professoren und geben ihren Lesern und Studenten eine verzerrte, stark limitierte Sichtweise.
  • prominenten Geheimdienstlern im Ruhestand, die ihre verzerrte und selektive Sichtweise darbieten. Nach einer schandvollen Karriere wollen die Herren, oftmals sogar Geheimdienstchefs, sich rechtfertigen, die Vergangenheit zurechtbiegen und eine Nebelgranate nach der anderen zünden.
  • verdeckt agierenden Agenten, die gezielte Desinformation verbreiten oder ihre Gegner bloßstellen wollen. Klassisches Beispiel waren die Abteilungen der Stasi und des KGB, die Pakete an Daten zusammenschnürten und ihren Agenten im Westen überreichten, die daraus dann mühelos ein Skandalbuch basteln konnten. …

http://recentr.com/2018/04/21/crashkurs-geheimdienstwesen/

 

This entry was posted in Bildung, Bürgerbewegung, Freiheit, Frieden, Geldsystem, Gerechtigkeit, Krieg, Politik, Propaganda, Selbstorganisation, Terror and tagged , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply