Syrien: Ein schmutziger Krieg

Syrien werden seit Jahren Giftgasangriffe auf die eigene Bevölkerung vorgeworfen. Untersuchungen haben die Regierung Assad jedoch in aller Regel entlastet. Trotzdem tobt eine mediale und politische Propagandaschlacht gegen Damaskus.

– WIEBKE DIEHL

Im August 2016 ging das Foto des kleinen syrischen Jungen Omran um die Welt. Staubbedeckt und blutverschmiert saß er völlig verstört auf dem Sitz eines Krankenwagens. Urheber des Fotos war ein gewisser Mahmud Raslan, tätig für das Aleppo Media Center, das Verbindungen zu terroristischen Gruppen pflegt und vom französischen Außenministerium sowie aus Washington, Brüssel und London finanziert wird. 1 Schnell wurde ein wenige Tage zuvor gepostetes Foto Raslans bekannt, auf dem er mit Anhängern der Terroristenmiliz Harakat Nour al-Din al-Zenki posierte. Zwei der Abgebildeten hatten vier Wochen zuvor den zwölfjährigen Abdallah Issa für ein Propagandavideo geköpft. 2

Organisationen wie das Aleppo Media Center, die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte oder die sogenannten Weißhelme liefern westlichen Medien das Gros der Bilder für ihre Syrienberichterstattung. Die von einem ehemaligen britischen Militär gegründeten Weißhelme nennen sich selbst «syrischer Zivilschutz» und werden von den USA und den EU-Staaten mit bisher mindestens 100 Millionen Euro unterstützt. 3 Ihren Mitgliedern wurden mehrfach Kooperation mit terroristischen Gruppen, Teilnahme an Hinrichtungen sowie Fälschung und Zweckentfremdung von Bild- und Videomaterial nachgewiesen. Auch die Wirksamkeit ihrer «medizinischen Maßnahmen» wird infrage gestellt, so von den «Schwedischen Ärzten für Menschenrechte», nach deren Einschätzung die völlig falsche Handhabung einer Adrenalinspritze für den betroffenen Jungen hätte tödlich enden können. 4

Ebenjene Weißhelme verbreiteten am 7. April 2018 Filmaufnahmen, die laut der Organisation Opfer eines Chemiewaffenangriffes in Duma nahe Damaskus zeigen sollen. Ohne eine unabhängige internationale Untersuchung, wie sie die syrische und die russische Regierung forderten, abzuwarten, machten Medien und Politik Baschar al-Assad schnell als Schuldigen aus. Dass der Einsatz von Giftgas aus Sicht der syrischen Armee völlig unnütz gewesen wäre, da sie Duma zu diesem Zeitpunkt bereits umzingelt hatte und wenige Tage später endgültig einnahm, spielte keine Rolle. In der Nacht zum 14. April, dem Tag der geplanten Ankunft der Inspekteure der «Organisation für das Verbot chemischer Waffen» (OPCW), bombardierten die USA, Frankreich und Großbritannien syrische Stellungen und brachten die Welt damit gefährlich nah an eine Konfrontation der Großmächte USA und Russland, das entgegen gängigen Gepflogenheiten nicht über den Angriff informiert worden war. Eine der drei getroffenen angeblichen Produktionsstätten für Chemiewaffen hatte die OPCW zuvor mehrfach inspiziert und nicht die geringste Spur chemischer Waffen oder für deren Produktion verwendeter Materialien gefunden. 5 Dass bei dem völkerrechtswidrigen Angriff offensichtlich keinerlei chemische Kampfstoffe austraten, sollte als endgültiger Beweis ausreichen. …

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#Idlib#Kriegslügen#Ghouta#Duma

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