Der ganz gewöhnliche Imperialismus oder Wenn Syrien stirbt, dann stirbt die Welt

Die westliche Welt lebt von Trugbildern, dem Höhlengleichnis Platons ähnlich. Noch viel zu verbreitet (unter älteren Menschen) sind in etablierten Fernsehstationen und auf Zeitungsblättern für die Medienkonsumenten vorverdaute Sichtweisen, die nahtlos einhergehen mit einem brutalen Neokolonialismus. Deutschland steht da in nichts nach.

– Eva und Markus Heizmann – interviewt von NRhZ (Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann)

Im Gegenteil. Eva und Markus Heizmann, beide Schweizer Staatsbürger, entzogen sich diesem Schattenspiel, brachen aus aus der Höhle. Was sie in mehreren Reisen in dem seit 2011 von Söldnertruppen aus über 80 Ländern umkämpften laizistischen Staat Syrien erfahren haben, berichten sie in Büchern und Vorträgen: “Wir durften erfahren, dass das Bild, welches die Medien eben dieser Regierungen von Syrien vermitteln, nicht einmal ansatzweise den Gegebenheiten vor Ort entspricht.”

NRhZ: Eva, Du bist auf der linken Literaturmesse zum ersten Mal zu Gast. Was hast Du da erfahren, erlebt, z.B. in einem erst vor wenigen Minuten beendeten Vortrag?

Eva: Ich war zum Vortrag zum Buch “In den Sand gesetzt” von Glenn Jäger (Papyrossa). Und er hat darüber berichtet, wie das zustande gekommen ist, dass Katar ausgewählt wurde, die Fußball-WM 2022 durchzuführen. Dazu hat er sein Buch geschrieben über die Ereignisse im Vorfeld dieses Entscheides.

NRhZ: Das Buch ist relativ umfangreich, es hat ein paar Zentimeter…

Eva: Ja, das Buch ist sehr umfangreich und es befasst sich mit den politischen und wirtschaftlichen Hintergründen dieses umstrittenen Entscheids der FIFA. Man kann die Zusammenschlüsse für die Kriege an diesem Beispiel genau sehen – die gleichen Komplizen und Widersacher spielen da – wie es auch im Krieg gegen Syrien der Fall ist eine Rolle.

NRhZ: Du sagtest, er hat auch Jemen einbezogen und damit einen breiten Blick auf die Situation ermöglicht.

Eva: Katar hat ja auch Jemen angegriffen, und anfangs der Aggression bombardiert. Das hat nun aufgehört. Saudi Arabien und dessen Verbündete, die USA, die NATO-Staaten haben nun Katar isoliert – oder sie versuchen Katar zu isolieren. Aber Glenn Jäger hat auch aufgezeigt, dass Katar bei der Zerstörung von Libyen, nach eigenen Angaben, eine Scharnierrolle zwischen den Kämpfern und den Franzosen, die als NATO Macht Libyen total zerstört haben, gespielt hat. Katar, wo jetzt die Fußball WM ausgetragen werden soll, spielt also diese sehr dubiose Rolle. …

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25375

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