Bodenschätze vom Terror umgeben: was erklärt die Angriffe im Norden Mosambiks?

Als das australische Unternehmen Triton Minerals Ende 2014 bekannt gab, dass es die weltweit größten bekannten Grafitlager im Norden Mosambiks gefunden hat, kam die Nachricht wie ein Segen für das Land, das im Moment darum kämpft, seine Auslandsschulden umzustrukturieren.

– Alexandre Nhampossa

Die 115,9 Millionen Tonnen Grafit kommen zusätzlich zu den beeindruckenden Mineralreserven der Provinz Cabo Delgado in Mosambik hinzu, darunter 40 Prozent der weltweit bekannten Rubinreserven, die 2009 entdeckt wurden, sowie Gas und Öl, die das Land laut Regierungsprognosen ab 2022, nach Katar und Australien, zum drittgrößten Exporteur von Erdgas in der Welt machen werden.

Die Aussicht auf Reichtum könnte jedoch durch Wellen extremer Gewalt seitens bewaffneter Gruppen bedroht sein, deren Motive für die lokalen Behörden weiterhin unklar sind.

Die Gewalt begann im Oktober 2017, als eine Gruppe von 30 maskierten Männern dreitägige Angriffe auf Polizeistationen in Mocímboa da Praia begann, einer Stadt mit etwa 30.000 Einwohnern, die sich 100 Kilometer südlich der Grenze zu Tansania befindet. Nach Angaben der Polizei kamen bei dem Anschlag 16 Menschen ums Leben, 14 Angreifer sowie zwei Polizisten.

Dies war die erste Episode von einer Reihe ähnlicher Anschläge, die die Region in den folgenden Monaten erschüttern sollte. Seitdem wurden in der Provinz 27 Angriffe registriert, bei denen es mindestens 95 Tote gab, darunter Beamte und Zivilisten, laut der örtlichen Nachrichtenseite Zitamar News.

Sechzehn dieser Angriffe fanden allein zwischen Mai und Juni statt. Bei diesen wurden 650 Häuser niedergebrannt und 62 Menschen getötet – fast die Hälfte durch Enthauptung. …

https://de.globalvoices.org/2018/11/18/bodenschatze-vom-terror-umgeben-was-erklart-die-angriffe-im-norden-mosambiks/

This entry was posted in Geldsystem, Gerechtigkeit, Politik, Terror and tagged , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply