Die finale Zensur

Das Fenster zur Wirklichkeit schließt sich bereits.

– Jochen Mitschka

Als ich vor 20 Jahren recherchierte, musste ich Stunden, manchmal Tage in Universitätsbüchereien verbringen. Dann auf Bücher oder Auszüge von Artikeln warten. Ich war auf Freunde angewiesen, die jene in manchen Ländern in der Giftschatulle versteckten Werke für mich ausgruben. Und am Ende vergingen Wochen, oft Monate, bis ein Artikel fertig war. Ganz zu schweigen von der Zeit, die ein Buch beanspruchte. Die Bücherei war für mich so wichtig, dass ich, als ich aus dem Ausland nach Deutschland zurückkam, eine Wohnung mietete, die fußläufig zu einer Uni-Bücherei lag.

Aber dann bemerkte ich, dass meine Besuche dort immer seltener wurden. Immer mehr Informationen waren im Internet verfügbar. Und die Zeiten für Recherchen verkürzten sich. Ein Fenster zur Wirklichkeit hatte sich geöffnet: mit dem Internet. Leider wird es damit wohl bald vorbei sein.

Die Zensur des Establishments

Nicht erst seit der Veröffentlichung vertraulicher interner Dokumente war klar, dass Google die Suchergebnisse manipuliert (1). Die Zensur bei Twitter ist bereits so weit verbreitet, dass der Leser vielleicht sogar schon selbst zum Opfer derselben wurde (2).

Bei Facebook war es anfangs noch die Zensur von Veröffentlichungen, die nach Behauptung der jeweiligen Regierung gegen ihre Gesetze verstießen, aber nach der Verabschiedung des obskuren Netzwerkdurchsetzungsgesetzes in Deutschland verbreitete sich der Virus der Bevormundung der Internetnutzer ungehemmt und unkontrolliert. Durch wen auch kontrolliert? Liegt es doch im Interesse des Establishments, dass der Rahmen der Diskussion drastisch eingeschränkt wird. Viele dürften die kluge Analyse Noam Chomskys zu dem Thema kennen (3).

Als Blogs und alternative Seiten im Internet keine Reichweite hatten, waren sie akzeptierte Feigenblätter der „Meinungsfreiheit“. Als sie aber begannen, immer mehr Menschen zu erreichen, wurde das Establishment nervös und fürchtete, der Rahmen der erlaubten Diskussion könnte gesprengt werden, die von ihr vertretene Wirklichkeit könnte als eine von mehreren entlarvt werden.

Es begann der Kampf gegen die Alternativen. Und mit den unbeschränkten Mitteln der Macht ausgestattet, war es nicht schwer, Menschen dazu zu bringen, an den Alternativen zu zweifeln. Denn mehr brauchte das Establishment nicht zu erreichen.

Menschen, die zweifeln, wählen den Status Quo.

Dann begann sich aber die dargestellte Wirklichkeit so drastisch von der erlebten Realität der Gesellschaft zu unterscheiden, dass aus Zweiflern immer öfter Meinungsgegner des Establishments wurden. Wobei einige auch Scharlatanen auf den Leim gingen, die eine Welt der Gegenabsurdität abbildeten. Inwiefern darunter Provokateure des Establishments waren, wurde nie untersucht. Denn diese falschen Propheten wiederum schufen den Vorwand für die dann einsetzende Verleumdungs- und Zensur-Kampagne. Alles nur zum Besten der Menschen natürlich.

Aber wie kommt es, dass sich so viele gut ausgebildete und sich zur Elite der Gesellschaft zählende Menschen für diese Zensur aussprechen? Offensichtlich glauben sie. Glaubten die Menschen früher an ihre Religion, glauben sie heute angesichts der perfektionierten Methoden der Propaganda an den Inhalt derselben. …

https://www.rubikon.news/artikel/die-finale-zensur

#Verschwörungstheorie#FakeNews#Zensur

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