Krim Krise reloaded

Was hinter dem Zusammenstoß der ukrainischen und russischen Marine steckt

– Jochen Mitschka

Der Zusammenstoß der russischen Grenzschutzeinheiten mit der ukrainischen Marine schien die russophoben Politiker in den USA und der EU überrascht zu haben, denn die Propaganda dort lief nur zögerlich, scheinbar unvorbereitet an. Und das, obwohl es nach heutigen Erkenntnissen wohl eine geplante Provokation Kiews war, mit dem Ziel die Aufmerksamkeit der Welt wieder auf die Krim zu lenken und außerdem innenpolitisch die Präsidentenwahlen entweder zu verschieben oder zumindest die Kritiker des derzeitigen Regimes weitgehend politisch und wirtschaftlich auszuschalten. Das bedeutet, dass die offensichtliche Provokation ein Alleingang der Kreise um den Präsidenten Poroschenko war.

Beginnen wir ganz am Anfang: 2014 fand in Kiew ein durch den Westen unterstützter Putsch statt. Der Putsch wurde in östlichen Provinzen von der Bevölkerung nicht akzeptiert. Auf der Krim entstand eine Sezessionsbewegung, die die Loslösung von der Ukraine durch ein Referendum einleitete und den Antrag auf Aufnahme in die Russische Föderation stellte. Um die Sicherheit während des Referendums zu gewährleisten, wurden Russlands “Grüne Männchen” an wichtigen Stellen positioniert, ohne einen Schuss abfeuern zu müssen.

Die Ukraine unterbrach daraufhin die Straßenverbindung und verhinderte die Wasserversorgung der Krim durch Umleitung des bisherigen Kanals. Als Antwort baute Russland in Rekordtempo eine Brücke von russischer Seite, über die nun Strom, Wasser und Verkehr gewährleistet wird.

Die Krise um die Straße von Kertsch, die ins Asowsche Meer führt, begann im März 2018. Damals beschlagnahmte die ukrainische Küstenwache einen russischen Fischkutter und steckte die Besatzung ins Gefängnis. Die Ukraine behauptete, die russischen Fischer hätten in ukrainischem Gebiet gearbeitet, weil sie die Krim nach wie vor als zur Ukraine gehörig ansehen. Das Boot wurde konfisziert und versteigert.

Russland begann daraufhin Schiffe, die über die Straße von Kertsch in die ukrainischen Häfen Mariupol oder Berdjansk fahren wollten, zeitintensiv zu inspizieren. Außerdem gab es Bauarbeiten und nun eine Brücke, deren Zerstörung von wichtigen ukrainischen Politikern angedroht worden war. Auch die Planung der Brücke kann als wenig rücksichtsvoll bemängelt werden. Denn die beiden ukrainischen Häfen sind Tiefseehäfen, aber da durch die Brücke nun nur noch Schiffe mit einer maximalen Höhe von ca. 33 Meter fahren können, wird der Zugang limitiert. Andererseits ist die Bewegungsmöglichkeit für Schiffe mit einem Tiefgang von mehr als 7 Metern im Asowschen Meer sehr begrenzt, teilweise unmöglich. …

https://www.heise.de/tp/features/Krim-Krise-reloaded-4234511.html

#Kriegslügen#Maidan

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