Weihnachten, Fest des Friedens

… denn unsere Kriege werden woanders geführt

– Joachim Schappert

Was halten Sie von der Aussage, “Kindesmisshandlung ist die Fortsetzung der Pädagogik mit anderen Mitteln”? Das ist selbstverständlich eine fast schon sadistische Verharmlosung. Und Gleiches gilt für den berühmten Satz von General Clausewitz: “Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.”

Krieg ist die extremste Form der Unmenschlichkeit: extensive Zerstörung von Leben durch vorsätzlichen, organisierten Einsatz massivster Gewalt. Brutalstmögliche Machtausübung, um eigene Interessen gegenüber anderen durchzusetzen.

In keinem Land dieser Erde möchten Bürger von Politikern losgeschickt werden, um zu töten oder zu sterben. Dennoch sind seit 1945 25 Millionen Menschen durch Kriege umgekommen. Kriege, die schwerste körperliche und psychische Schäden, Hunger und Flüchtlingselend verursachen; zerstörte und verseuchte Länder hinterlassen, mit Minenfeldern, die auch noch nach Jahren Menschen das Leben nehmen oder sie verstümmeln. Im Krieg verlieren die Regeln der Zivilisation an Bedeutung, und das Barbarische kann sich entfalten: Kaum ein Krieg ohne Berichte über massenhafte Vergewaltigungen durch Soldaten. Und das Vernichtungslager Auschwitz war nur im Windschatten eines Krieges möglich. Aber wenn Kriege so schrecklich sind – warum sind sie nicht längst abgeschafft?

“Diese Methode funktioniert in jedem Land”

Der Treibstoff des Kapitalismus ist die Rendite. Es ist nach den Gesetzen der Mathematik gar nicht möglich, das kapitalistische System ohne Rendite aufrecht zu erhalten. Und nie endende Profitgier lässt sich eben mit friedlichen Mitteln allein auf Dauer nicht stillen. US-Präsident Eisenhower hat bereits 1961 die verhängnisvolle Nähe von wirtschaftlichen und militärischen Interessen angemahnt und eindringlich vor einer katastrophalen Machtzunahme des militärisch-industriellen Komplexes gewarnt. Die Zusammenhänge sind also längst bekannt, und trotzdem gelingt es immer wieder, mit Hilfe von Kriegspropaganda Zustimmung für den Einsatz militärischer Gewalt zu organisieren.

Reichsmarschall Göring beschrieb es mit einfachen Worten: “Natürlich will das Volk keinen Krieg. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bewegen. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.” …

https://www.heise.de/tp/features/Weihnachten-Fest-des-Friedens-4258673.html

#Kriegslügen

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