Frankreich: Schockkampagne macht auf Polizeigewalt gegen Gelbwesten aufmerksam

Frankreich: Schockkampagne macht auf Polizeigewalt gegen Gelbwesten aufmerksam

© Twitter @libreactu_fr Schlimme Bilder, die auf einen schlimmen Zustand hinweisen.

Seit Beginn der Gelbwesten-Bewegung wurden mindestens 1.700 Demonstranten verletzt. Einige haben ein Auge oder eine Hand verloren. Nun erschien in Bordeaux eine Plakatkampagne, die die Öffentlichkeit auf die Polizeigewalt aufmerksam machen soll.

  • Timo Kirez

Es sind verstörende Bilder: Der französische Präsident Emmanuel Macron, der aus dem Mund blutet. Innenminister Christophe Castaner mit fehlendem Auge, nur noch ein blutrotes Loch ist sichtbar. Édouard Philippe, der Premierminister, blutet aus der Nase. Eine Plakatkampagne, die es in sich hat. Das Ziel: Sensibilisierung der Öffentlichkeit gegenüber der Polizeigewalt im Zusammenhang mit den Gelbwesten-Protesten.

Wer hinter der Kampagne steckt, ist unklar. Doch es dauerte nicht lange, bis die drastischen Fotomontagen ihren Weg in die Sozialen Netzwerke fanden. Das Konzept der Plakate ist simpel aber eindringlich: Unter den Schockbildern der vermeintlich verletzten Politiker findet sich jeweils ein Hinweis auf eine reale Begebenheit. Zum Beispiel “Fiorina, die am 12.08.2018 durch ein Hartgummigeschoss verstümmelt wurde”. Bei der besagten Fiorina handelt es sich um eine 20-jährige Studentin aus der Picardie, die während einer Demonstration durch den Beschuss mit einem Hartgummigeschoss, in Frankreich “Flash-Ball” genannt, ihr linkes Auges verloren hatte.

Abgerissene Gliedmaßen, gebrochene Knochen, Kopfwunden

Seit dem Beginn der Protestbewegung am 17. November 2018 sind elf Menschen im Zusammenhang mit den Aktionen der Gelbwesten gestorben, so die Angaben des Innenministeriums. Eines der Opfer, Zineb Romdhane, eine 80-jährige Algerierin aus Marseille, wurde von einer Tränengasgranate am Kopf getroffen, als sie gerade dabei war, die Fensterläden ihrer Wohnung im vierten Stock (!) zu schließen. Laut dem französischen Innenministerium wurden bis jetzt insgesamt 1.700 Demonstranten, und auf der Gegenseite etwa 1.000 Polizisten, verletzt. Die Sachschäden belaufen sich laut Angaben aus Wirtschaftskreisen auf “mehrere Dutzend Millionen Euro” (Stand 17. Dezember 2018).

Der Journalist Jacques Pezet von der Tageszeitung Libération beziffert die Zahl der Schwerverletzten mit 82. Darunter “zerrissenen Gliedmaßen, Organschädigungen, gebrochene Knochen, schwere Verbrennungen und offenen Wunden am Kopf”. …

https://deutsch.rt.com/europa/82510-frankreich-schockkampagne-macht-auf-polizeigewalt-gegen-gelbwesten-aufmerksam/

#GiletJaunes

This entry was posted in Bürgerbewegung, Freiheit, Geldsystem, Gerechtigkeit, Politik, Propaganda, Selbstorganisation, Terror and tagged , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply