So funktioniert Propaganda: Wie der Spiegel beim Thema Venezuela Desinformation verbreitet

Die Propaganda-Maschine in Sachen Venezuela läuft. Der Spiegel hat am Freitag ein besonders dreistes Beispiel dafür geliefert. Der Artikel steht exemplarisch für die Linie, die Washington vorgegeben hat und die die Medien befolgen. Daher lohnt sich ein genauer Blick auf den Artikel.

  • Anti-Spiegel

Schon die Überschrift gibt die Linie vor: „Streit über Hilfslieferungen für Venezuela – Showdown an der Grenze„. Von Hilfslieferungen zu reden, ist zynisch, wenn man bedenkt, dass die US-Sanktionen Venezuela seit 2013 ca. 350 Milliarden gekostet haben. Die USA ruinieren das Land zuerst mit Sanktionen und bieten dann „Hilfe“ an. Aber im Spiegel findet sich dazu nie auch nur ein Wort. Dass allerdings anscheinend der Showdown bevorsteht, wissen Experten schon länger, der 23. Februar gilt als Stichtag.

Im Spiegel steht dann zu lesen: „Die Hilfsgüter kamen im Nachbarland Kolumbien an. Guaidó und die von der Opposition dominierte Nationalversammlung, deren Präsident er ist, appellierten an die Angehörigen der Streitkräfte: „Der Moment ist gekommen, Soldat des Vaterlands. Wirst du etwa deiner Mutter die humanitäre Hilfe vorenthalten?“ In diesem Stadium blieb die Umsetzung stecken – bis heute.

Dieser Appell an das Militär klingt in europäischen Ohren durchaus verständlich, das Problem ist aber, dass die Menschen in Venezuela durchaus wissen, wem sie die desolate wirtschaftliche Lage zu verdanken haben. Auch wenn die Regierung korrupt und ineffektiv sein mag, das ölreichste Land der Welt wurde nicht von der Regierung, sondern den US-Sanktionen ruiniert.

Dann beginnt der Spiegel jedoch bereits mit Unwahrheiten: „Denn Maduro reagierte nicht mit einem Schießbefehl, sondern mit einem – für den Autokraten charakteristischen – Trick. Er ließ die Tienditas-Brücke, über die die Güter aus Kolumbien ins Land kommen sollten, mit Containern und Tankanhängern blockieren.

Die Brücke, das berichten die deutschen Medien nicht, war nie geöffnet. Die Grenzbrücke wurde vor einigen Jahren gebaut, jedoch hat Kolumbien sich geweigert, die Grenze zu öffnen, weil es Angst vor Migranten aus Venezuela hatte. Nun stellen es die Medien so dar, als hätte Maduro die Brücke und die Grenze geschlossen und berichten von „einem Trick“ Maduros.

Und dass Maduro nicht mit einem Schießbefehl reagiert hat, scheint der Spiegel regelrecht zu bedauern: „Die große Konfrontation blieb zunächst aus.„ …

https://www.anti-spiegel.ru/2019/so-funktioniert-propaganda-wie-der-spiegel-beim-thema-venezuela-desinformation-verbreitet/

#Venezuela

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