Das Ukraine-Narrativ

Fünf Jahre nach den Maidanschüssen ist klar: Der Putschversuch wurde vom Westen inszeniert. Exklusivabdruck aus „Schattenkriege des Imperiums“.

  • Jochen Mitschka

Am 20. Januar erscheint ein neues Buch von Jochen Mitschka über die Geschichte der Ukraine-Krise (1). Darin liest man Sätze wie: „Ein Planungstreffen, das die finale Phase des Umsturzes einleiten sollte, fand in der deutschen Botschaft in Kiew statt, und zwar am 20. Februar. Das war noch vor den Verhandlungen von Ex-Außenminister Steinmeier mit Janukowytsch.“ Das Buch präsentiert aber noch viele andere, für die meisten Deutschen unbekannte Fakten. Fünf Jahre lang recherchierte der Autor in wissenschaftlichen Berichten, veröffentlichten und geleakten Dokumenten, diskutierte mit internationalen Fachleuten, und verglich zum 5. Jahrestag der Schüsse auf dem Maidan seine Reaktionen aus dem Jahr 2015 mit den danach offenkundig gewordenen Fakten. In dem das Buch begleitenden Blog finden sich umfangreiche Links zu den Quellen (2).

Die Erschießung der „himmlischen Hundertschaft“ (Heavenly Hundred) am 20. Februar 2014 leitete den Putsch ein, der schließlich zum Bürgerkrieg führen sollte. Eine Allianz von ukrainischen Oligarchen und ultrarechten Parteien, unterstützt durch westliche Regierungen, stürzte einen gewählten Präsidenten, der zu konkurrierenden Fraktionen der ukrainischen Oligarchen gehörte.

Das Massaker vom Maidan führte dazu, dass Präsident Viktor Janukowytsch nicht erst durch eine sehr wahrscheinliche Wahlniederlage in einer zeitlich absehbaren Wahl von der Macht getrennt wurde, sondern durch einen gewalttätigen Mob, unter Missachtung von Gesetz, Ordnung und Verfassung des Landes. Im Westen genannt „Revolution“.

Die Erklärung der Schüsse auf dem Maidan durch die Putschregierung und die ukrainischen Medien, dass die Schüsse durch Scharfschützen der Regierung auf Befehl von Janukowytsch verursacht worden seien, wurden in den westlichen Medien und von den westlichen Regierungen übernommen, ohne ernsthaftes Hinterfragen oder der Forderung einer unabhängigen internationalen Untersuchung des Massakers.

Der ukrainische Nach-Maidan-Präsident Petro Poroschenko verbreitete das Narrativ zum Beispiel in seiner Rede vor dem US Kongress am 18. September 2014, wobei er interessanterweise darauf hinwies, dass der Sturz der Regierung maßgeblich durch die Ermordung der Demonstranten ausgelöst worden wäre (3). Was im Prinzip das Eingeständnis eines gewalttätigen Putsches ist, wenn man die Fakten in diesem Buch zugrunde legt.

Ein Beispiel für die propagandistische Nutzung der Schüsse für westliche Interessen war eine Rede von Obama über die NATO und die baltischen Staaten vor dem Council on Foreign Relation am 3. September 2014, indem er das Narrativ der neuen Machthaber in Kiew kritiklos übernahm (4). Ebenso wie seine Vorgänger die falschen Behauptungen zu irakischen Soldaten die, angeblich, Säuglinge in Kuwait ermordet hatten, oder das Märchen von irakischen Massenvernichtungswaffen. …

https://www.rubikon.news/artikel/das-ukraine-narrativ

#Maidan#Kriegslügen

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