Unterlassene Hilfeleistung der Medien: Weglassen statt lügen

Was ist deutlich effizienter als zu lügen? Das Weglassen. Während man bei einer Lüge erwischt werden kann, was ziemlich peinlich ist, besteht die Gefahr beim Weglassen nicht. Und so machen unsere hochgeschätzten Elite-Journalisten davon gerne und wiederholt Gebrauch.

  • Tom Wellbrock

In Richtung der Mainstreammedien wurden in den letzten Jahren immer wieder Vorwürfe erhoben, die sie des Lügens bezichtigen. Darüber entbrannte ein grundsätzlicher Streit, der bis heute nicht entschieden ist. Dabei stimmt beides: die Medien lügen, dass sich die Balken biegen, immer wieder, und größtenteils flächendeckend, indem sie voneinander abschreiben. Agenturmeldungen werden ebenso treudoof übernommen wie Kommentare von der „Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ mit Sitz in London (Hallo? Geht‘s noch? Eine Beobachtungsstelle für Syrien, die ihren Sitz in London hat?).
Aber die Medien schreiben natürlich auch viel Wahres. Und damit meine ich nicht nur die Ergebnisse der Bundesliga, sondern auch Sachliches, das über die Balltreterei hinausgeht. Was aber schon seit Langem zur medialen Meisterleistung geworden ist, ist das Weglassen.

Von Toten, die es nicht gibt

Beginnen wir mit dem Ausland. Mit den USA. Und den Drohnen, die von dort aus ihre tödlichen Einsätze fliegen. Präzise einerseits. Strohdumm andererseits. Letzteres führt immer wieder zu toten Zivilisten. Das ist schlecht fürs Image und schafft eine schlechte Presse (aus kritischer Sicht betrachtet: hoffentlich). Was also tun?

Nun, man könnte den Fehler einräumen, auf den Einsatz von Drohnen verzichten (Haha, der war gut, oder?), oder aber zumindest die Technik weiterentwickeln. Man könnte die Angehörigen der Opfer entschädigen. Oder aber wenigstens die Zahl der Drohneneinsätze deutlich reduzieren. Man kann aber auch etwas ganz anderes machen.

So wie Donald Trump. Der hat nämlich gerade die CIA-Verpflichtung aufgehoben, wonach der Geheimdienst die Zahlen über zivile Todesopfer durch Drohnen offenlegen musste. Die Tatsache, dass sein Vorgänger Obama diese Regelung auf Grund von politischem Druck eingeführt hatte, und die Tatsache, dass Obama es war, der mit der Ausweitung der Drohneneinsätze begonnen hatte, sollen hier nicht behandelt werden.

Es geht in diesem Text ja ums Weglassen. Und eine Statistik, die zivile Opfer einfach nicht erfasst und somit auch nicht publiziert, ist die „Kür“ des Weglassens schlechthin. An der Zahl der Toten ändert sich nichts, sie wird eher noch zunehmen, doch da die Opfer aus der Dokumentation herausfallen, gibt es sie faktisch nicht mehr. So eine Glanzleistung kann keine Lüge der Welt vollbringen. …

https://www.neulandrebellen.de/2019/03/unterlassene-hilfeleistung-der-medien-weglassen-statt-luegen/

#Kriegslügen#FakeNews

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