“Die jungen Leute werden ignoriert und vergessen”

Die Energie- und Klimawochenschau: Streikende Schüler, Unwetter, Waldschäden, weiter mogelnde Autohersteller, AKK und der beschleunigte Eisschwund in der Antarktis

  • Wolfgang Pomrehn

Die Schüler streiken weiter – in Deutschland nunmehr seit gut fünf Monaten – und am kommenden Freitag soll es besonders groß werden. Nicht zuletzt aufgrund der bevorstehenden Wahlen des EU-Parlaments ist dieser zum internationalen Aktionstag ausgerufen worden.

Schwerpunkte sind neben Deutschland unter anderem Kanada, die skandinavischen Länder, einige andere EU-Länder, die USA und Indien. Klimademonstrationen sind daneben auch auf Grönland, im Iran und in Kenia geplant. Insgesamt wurden bisher aus 110 Staaten Aktionen angemeldet. Hier eine unvollständige Übersicht. Vor zwei Monaten hatten sich am 15. März am ersten internationalen Aktionstag der Schülerstreiks knapp 1,9 Millionen Menschen in 134 Staaten und Territorien an den Protesten beteiligt.

Die internationale Zusammenarbeit ist für die Jugendlichen offensichtlich selbstverständlich. Anfang des Monats hatten Schüler aus verschiedenen Ländern vor dem Gipfel der G-7-Umweltminister im französischen Metz gemeinsam mit “Gelbwesten” “für ökologische und soziale Gerechtigkeit” demonstriert.

In einem offenen Brief beklagten Schüler aus Kanada, den USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien, dass noch immer gewaltige Investitionen in fossile Energieträger getätigt würden. Die Zeichen in der Natur seien eindeutig, die Warnungen der Wissenschaft ebenfalls, aber nichts ändere sich. “Wir, die jungen Leute, werden ignoriert, vergessen.”

Schwere Unwetter

Wie es aussieht, scheint derweil für Deutschland die Gefahr eines weiteren Dürresommers vorerst gebannt. Die Grund- und anderen Wasserspeicher werden gerade aufgefüllt, nur leider nicht durch einen lauen Sommerregen, sondern durch heftige Unwetter und zum Teil durch ergiebigen Dauerregen. Selbst im ausgetrockneten Berlin bekam man dies zu spüren.

Die Feuerwehr rief dort am Montagabend für drei Stunden den Notstand aus und forderte die Bürger auf, sich selbst um volllaufende Keller zu kümmern. Zwei Dachstühle gingen durch Blitzeinschlag in Flammen auf, zahlreiche Straßen waren überschwemmt, zum Teil fiel innerhalb weniger Stunden rund die Hälfte des üblichen Monatssolls. …

https://www.heise.de/tp/features/Die-jungen-Leute-werden-ignoriert-und-vergessen-4427721.html

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