Chronologie und Fakten rund um den Streit mit dem Iran um das Atomabkommen

Ich wollte schon lange eine Zusammenfassung des Streits mit dem Iran schreiben, um alle Fakten einmal aufzulisten.

  • Anti-Spiegel

Vor einigen Tagen fand ich eine sehr gute und objektive Zusammenfassung bei der Nachrichtenagentur TASS, die ich hier übersetze, weil sie alles Wichtige enthält und die Argumente beider Seiten ausführlich zitiert. Um das Rad nicht neu zu erfinden und das gleiche mit eigenen Worten zu formulieren, habe ich diese Zusammenfassung hier übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Der Iran setzt einen Teil seiner Verpflichtungen aus dem Atomabkommen von 2015 mit den Vereinigten Staaten, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland aus. Die Regierung der Islamischen Republik gab bekannt und die IAEO bestätigte es, dass das Land seinen Vorrat an schwach angereichertem Uran über die im Vertrag festgelegten Grenzwerte erhöht habe. Nach dem 7. Juli (wenn das Ultimatum des Iran an die Vertragspartner ausläuft, ihre im gemeinsamen Aktionsplan des Atomprogramms eingegangenen Verpflichtungen einzuhalten) wird Teheran seine Verpflichtungen weiter reduzieren, berichtete Tasnim zuvor. Der nächste Schritt werde die Urananreicherung auf mehr als 3,67 Prozent sein, sagte der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif. Russland, die EU-Länder und China fordern den Iran auf, seine Verpflichtungen wieder einzuhalten. Teheran hält die einseitige Einhaltung des Abkommens in seiner jetzigen Form für nachteilig, da sich die Vereinigten Staaten, die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängt haben, 2018 aus dem Abkommen zurückgezogen haben.

Worauf ist der Iran bereit, sich zu einigen?

Selbst nachdem die USA ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen nicht mehr erfüllt hatten, versuchte Teheran noch ein Jahr lang, das Abkommen retten. In der Führung der Islamischen Republik fordert Präsident Rouhani, der einen Ruf als gemäßigter Politiker genießt, einen Kompromiss mit dem Westen. Teheran möchte die wirtschaftlichen Beziehungen zu den EU-Ländern aufrechterhalten, die das Abkommen nicht verlassen haben, aber die europäische Wirtschaft zieht sich aus dem Iran zurück, wodurch die Vorteile der Aufrechterhaltung des Abkommens für den Iran auf Null sinken. In Teheran hält man die eigene Position für pragmatisch. Der Vertreter des Außenministeriums der Islamischen Republik, Abbas Mousavi, bezeichnet die Aussetzung eines Teils der Verpflichtungen als „reversibel“ und verknüpft sie mit der Position der EU-Länder: Aus Mousavis Sicht kann das Abkommen immer noch gerettet werden, wenn die EU dem Handel mit dem Iran unter Umgehung der US-Sanktionen zustimmt.

Wozu sind die Europäer bereit und warum reicht das für Teheran nicht aus?…

https://www.anti-spiegel.ru/2019/chronologie-und-fakten-rund-um-den-streit-mit-dem-iran-um-das-atomabkommen/

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