Geschäftsmodell Krieg

Zum Antikriegstag am 1. September haben antimilitaristische Initiativen energischen Widerstand gegen die Geschäftspolitik des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall angekündigt.

  • German Foreign Policy

Geplant ist unter anderem ein Protestcamp im niedersächsischen Unterlüß, wo das Unternehmen Fertigungsstätten für Kampfpanzer und ein “Erprobungszentrum” für Waffen und Munition unterhält. Die Kritik entzündet sich vor allem an der Rheinmetall-Kooperation mit der Türkei, deren Armee extrem gewalttätig gegen die Bewohner der kurdischen Nordprovinzen Syriens vorgeht. Angegriffen wird zudem, dass der Konzern Überwachungstechnik zur Abschottung der EU-Außengrenzen bereitstellt – mit fatalen Folgen für Migranten. Darüber hinaus richten sich die Proteste gegen den Umgang des Unternehmens mit seiner NS-Geschichte, die neben der Kriegsproduktion die mörderische Ausbeutung von Zwangsarbeitern beinhaltete. Rheinmetall vermeldet unterdessen Rekordumsätze: Der “Trend zu weltweit steigenden Verteidigungsbudgets” sei “ungebrochen”, heißt es.

Das größte Testgebiet in Europa

Unter dem Motto “Rheinmetall entwaffnen” haben antimilitaristische Initiativen energischen Widerstand gegen die Geschäftspolitik der Düsseldorfer Waffenschmiede angekündigt. Zur Begründung heißt es: “Rheinmetall als Deutschlands größter Rüstungskonzern ist aktiver Motor in einem zerstörerischen Räderwerk von Ausbeutung, Krieg und Abschottung. Dieses Geschäft mit dem Tod wollen wir sichtbar machen und stören.”[1] Vom 1. bis zum 9. September ist daher unter anderem ein Protestcamp im niedersächsischen Unterlüß geplant, wo das Unternehmen Fertigungsstätten für Kampfpanzer und ein “Erprobungszentrum” (EZU) für Kriegsgerät unterhält. Letzteres ist auf einem 50 Quadratkilometer umfassenden Gelände angesiedelt; Rheinmetall verfügt damit nach eigenen Angaben über das “größte private Test- und Versuchsgebiet in Europa”.[2] Allein der “Sprengplatz” des EZU sei auf Detonationen von bis zu 200 Kilogramm TNT ausgelegt, erklärt Rheinmetall und verweist auf ein ebenfalls dort zu findendes “schienengeführtes Zieldarstellungsfahrzeug”, das “Beschüsse” mit Munition vom Kaliber 130 Millimeter erlaube.[3] Darüber hinaus wird den Kunden laut einer Selbstdarstellung ein “Rundum-sorglos-Paket” angeboten. Dieses umfasst dem Konzern zufolge sowohl die praktische und theoretische Ausbildung von Soldaten als auch “Abbrandversuche von kompletten Fahrzeugsystemen” oder die “Ansprengung von Sicherheitsglas und Fassaden”.[4] …

https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8029/

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