Alternatives Geld gegen die Krise

[tagesschau.sf.tv] Wegen den Krisen-Anzeichen der Weltwirtschaft gewinnt ein spezielles Zahlmittel wieder an Aufwind: WIR – eine eigene Währung, die vor allem bei mittelständischen Unternehmen Anklang findet. Sie stabilisiere die Schweizer Wirtschaft und mache sie erfolgreicher, loben ihre Befürworter.

Die WIR-Bank, die ihren Sitz in Basel hat, gibt es seit 1934. Anlass für ihre Gründung war ein Geld-Engpass in der Wirtschaftskrise der 30er-Jahre: Wegen der schlingernden Wirtschaft horteten die Leute ihr Geld lieber, als es auszugeben. Der Wirtschaftskreislauf verlangsamte sich, die Krise verschlimmerte sich.

Ausweg aus der Geldknappheit

Die Wirtschaftsring-Genossenschaft, kurz WIR, bot einen Ausweg aus der schwierigen Lage. Sie basiert auf der sogenannten Freiwirtschaftstheorie. Diese besagt im Grund, dass Geld keinen Zins einbringen soll. Weil es sich so nicht lohnt, Geld auf dem Bankkonto liegen zu lassen, wird es wieder investiert, der Wirtschaftskreislauf bleibt im Fluss.

Das Konzept funktioniert auch nach über 7 Jahrzehnten: Heute sind rund 60‘000 mittelständische Unternehmen im WIR-Kreislauf mit dabei, wobei die Zahlen insgesamt recht stabil bleiben, so Hervé Dubois, Mediensprecher der WIR-Bank. Die Bedeutung von WIR variiere dabei jedoch: «WIR verhält sich eher antizyklisch.» Dies sei auch der Grund dafür, dass der Umsatz mit WIR in der Schweiz in diesem Jahr stabil verlief. Dubois: «Wir sind ausschliesslich in der Binnenwirtschaft tätig – und die läuft noch gut, die Auftragsbücher sind voll.»

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/12/26/Wirtschaft/Alternatives-Geld-gegen-die-Krise

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